Die diesjährige JWOC-Langdistanz kann als Erfolg verbucht werden: Henriette gewann Silber und Loïc Berger erreichte als Vierter ein Diplom. Während alle Juniorinnen unter die Top 30 liefen, schafften es alle Junioren sogar unter die Top 20.
Am dritten Tag der Junior*innen-WM wechselten die Athletinnen und Athleten nach den zwei Sprintdistanzen für die Langdistanz in den Wald. Unzählige Löcher von ehemaligen Silberminen, steile Hänge und grüne Partien prägten das Kartenbild. Die Athletinnen und Athleten wurden mit langen Routenwahlen und kleineren detailreichen Gebieten gefordert, während sie von den richtig diffusen und sozusagen durchlöcherten Hängen verschont blieben.
Vierte JWOC-Medaille für Henriette Radzikowski
Henriette Radzikowski lief ein sehr starkes Rennen und musste sich lediglich von der Schwedin Freja Hjerne um sechs Sekunden geschlagen geben. Die Ungarin Rita Maramarosi wurde Dritte. Henriette strahlt im Ziel: «Auf den Wegen konnte ich pushen und bei den schwierigeren Stellen mir die Zeit nehmen, die ich brauchte. Es gelang mir ebenfalls, meine geplanten Routen präzise umzusetzen. Ich hatte ein paar Kleinigkeiten im Postenraum, aber beklagen kann ich mich nicht.» Henriettes Silbermedaille ist ihre vierte Juniorinnen-WM-Medaille. 2023 gewann sie Gold in der Mitteldistanz sowie Silber in der Langdistanz, 2024 erweiterte sie ihre Sammlung mit der Bronzemedaille im Sprint. Das anspruchsvolle Gelände forderte von allen weiteren Schweizerinnen kleinere Fehler, was in diesem Gelände und bei den heissen Temperaturen auch gut nachvollziehbar ist. Die beiden Medaillengewinnerinnen von gestern, Kati Hotz und Seline Sannwald, liefen auf den 12. beziehungsweise 16. Rang. Leonie Mathis lief auf den 29. Platz nachdem sie ihre Kontaktlinse verlor. Rahel Good wird wie am Vortag Dreissigste. Damit platzieren sich wiederum alle Schweizerinnen unter den besten dreissig Läuferinnen.
Revanche für das Juniorenteam
«Gestern sind die Herren trotz ein paar guter Leistungen unter den Erwartungen geblieben. Heute haben alle Junioren eine normale bis sehr gute Leistung gezeigt und somit haben sie das Ziel erreicht», schlussfolgerte der Juniorentrainer Gianni Guglielmetti nach dem Rennen. Bester Schweizer und auf dem undankbaren vierten Rang war Loïc Berger. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Wettkampf. Technisch gelang mir ein sehr gutes Rennen, ich hatte immer alles unter Kontrolle. Damit das so bleibt und aufgrund der Hitze, habe ich nicht ganz Vollgas gegeben», berichtet der Informatikstudent. Schlussendlich betrug sein Rückstand auf den Sieger Daniel Bolehovsky (CZE) 2 Minuten und 33 Sekunden. Zweiter wurde der Schwede Wilmer Selin vor dem Spanier Alejandro Garrido Diaz. «Etwas bitter ist der vierte Rang schon. Aber meine technische Leistung heute gibt mir viel Selbstvertrauen für die Mitteldistanz und die Staffel», blickt Loïc bereits schon wieder in die Zukunft. Mit Gratian Böhi (8.) und Corsin Müller (10.) liefen zwei weitere Schweizer in die Top 10. Leander Wylenmann wurde 13., Jonas Vogel lief auf Platz 19. Mit allen startenden Herren in den Top 20 zeigten sie eine starke Teamleistung.
Aus gesundheitlichen Gründen mussten Coralie Waldner und David Baumberger auf einen Start verzichten. Wir drücken die Daumen, dass sie nach dem Ruhetag wieder fit am Start stehen können!
Auf dem weiteren JWOC-Programm stehen am Mittwoch die Mitteldistanz und am Donnerstag die Waldstaffel. Hier gehts zum Live Center der Veranstaltenden.
(Text: Sina Tommer, Fotos: Eszter Kocsik)

