Dieses Wochenende wurden in Olten und im französischen Rosset die Selektionsläufe für den Nachwuchs durchgeführt. Den Berglauf in Olten gewannen Leonie Mathis und Matthieu Bührer. An der Langdistanz auf der Karte Bois de Tiavy gewannen in den Kategorien D/H18+20 Sarina Grimm und erneut Matthieu Bührer. In der Kategorie D16 war Svenja Feurer am schnellsten, Kasimir Graber gewann bei den H16.

Leonie
Leonie Mathis 


Matthieu
Matthieu Bührer


Svenja
Svenja Feurer

Wie jedes Jahr finden im Frühling vier Wettkämpfe statt, die unter anderem als Selektionsgrundlage für die Junior*innen-WM (JWOC) und die Jugend-EM (EYOC) dienen. In diesem Jahr zählen die Mitteldistanz und der Sprint im Zusammenhang mit den beiden nationalen Wettkämpfen Ende April im Tessin, sowie der gestrige Berglauf in Olten und die heutige Langdistanz im Jura. Dabei können sich für die JWOC Athletinnen und Athleten der Kategorien D/H20 und D/H18 bewerben, während für die EYOC die Kategorien D/H16 und D/H18 berücksichtigt werden. Für die Jüngsten zählen nur die drei OL-Wettkämpfe.

Cadre Romand dominiert bei den Junioren am Berglauf

Der Schnellste am Berg war wie in den Jahren zuvor Matthieu Bührer. Für die 5.6 Kilometer lange Strecke mit 418 Meter Steigung benötigte der 19-Jährige lediglich 22 Minuten und 42 Sekunden. «An diesem Wettkampf wird ziemlich viel im Kopf entschieden», berichtete Bührer. « Es ist eine anstrengende Strecke und mit dem steilen Schluss muss man wirklich mit dem Kopf bei der Sache bleiben und alles geben.» Das gelang Bührer gut. Er nahm dem zweitklassierten Loïc Berger über eine Minute ab. Mit Jonas Vogel auf dem dritten Rang sind es gleich drei Romands, die die ersten Ränge für sich beanspruchten. Bei den Juniorinnen gewann Leonie Mathis mit einer Zeit von 28 Minuten und 1 Sekunde. Den genau gleichen Vorsprung wie bei den Junioren, 1 Minute und 13 Sekunden, hatte Mathis auf die zweitplatzierte Rahel Good. Ein Kopf an Kopf Rennen um den dritten Platz boten sich Lotta Lüthi und Henriette Radzikowski, den Lüthi auf den letzten Metern für sich entschied.

Technisch anspruchsvolle Langdistanz

Die Langdistanz fand in einem für den Jura typischen Wald statt. Technisch waren die Athletinnen und Athleten sowohl durch viele Details als auch durch anspruchsvolle, lange Routenwahlen gefordert. Die Tücken des jurassischen OL-Geländes meisterte bei den jüngsten Athletinnen Svenja Feurer am besten: «Es war ein sehr schöner Wald. Es gab diffuse Teile, in denen ich nicht immer ganz genau lief. Dies konnte ich aber gut wegstecken», berichtete die OL-Regio-Wil-Läuferin. Sie gewann mit einem beeindruckenden Vorsprung von knapp sechs Minuten vor Céline Aeschlimann, Dritte wurde Marilie Schwarz.

In der Kategorie H16 zeigte sich ein knappes Rennen, welches Kasimir Graber für sich entschied. Im Ziel verriet er sein Erfolgsrezept: Sich Zeit nehmen und hinstehen, wenn man etwas nicht versteht. «Ich wusste, dass es weit nach vorne reichen könnte, wenn mein Plan aufgeht, da in diesem Gelände viele suchen.» Innerhalb von einer Minute platzierten sich die Top 3: 23 Sekunden nach Graber platzierte sich Erik Lauenstein, auf Rang drei lief Lars Niggli.

Da sowohl die 18- als auch die 20-Kategorien JWOC-Bewerberinnen sind, liefen die beiden Alterskategorien jeweils auf derselben Bahn. Nichts Spezielles machen wollen und sich auf das fokussieren, was sie sich vorgenommen hat, war das Ziel der Siegerin Sarina Grimm. «Ich fühlte mich von Anfang an sicher auf der Karte, das hat mir gleich ein gutes Gefühl gegeben», strahlte Grimm im Ziel. Coralie Waldner und Mira Werder liefen auf die Ränge zwei und drei.

Mit einem zweiten Sieg an diesem Wochenende doppelt der Junioren-Sieger Matthieu Bührer nach. Es sei von Anfang an technisch anspruchsvoll gewesen. Auch auf den langen Postenverbindungen musste man immer auf der Karte sein, erzählte Bührer. Auf den zweiten Rang lief Dario Dauwalder, Janis Kuhn wurde Dritter.

JWOC in Schweden, EYOC in Slowenien

Die JWOC findet dieses Jahr im schwedischen Karlskrona zwischen dem 27. Juni und 5. Juli statt. Für die jüngeren Athletinnen und Athleten geht es vom 25. bis 27. Juni nach Nova Gorica, Slowenien, an die EYOC. Wer die Schweiz an den beiden Meisterschaften vertritt, wird am Mittwoch, 20. Mai, auf der Verbandswebseite veröffentlicht. Zeitgleich wird bekannt, wer im Herbst am Talent Treff Tenero teilnehmen darf. Der Talent Treff Tenero ist eine Trainingswoche, in der junge Talente verschiedenster Sportarten in Tenero trainieren und die Möglichkeit haben, sich sportlich und persönlich weiterzuentwickeln.

Resultate

(Text und Fotos: Sina Tommer)