Am zweiten Tag der Jugend-EM (EYOC) darf sich die Schweizer Delegation über eine Medaille und drei Diplome freuen. Lars Niggli gewinnt in der Kategorie H16 die Bronzemedaille, während Lotta Lüthi, Svenja Feurer und Taavi Caboussat je ein Diplom erhalten.
Die heutige Langdistanz verlangte von den Athletinnen und Athleten viel ab: Das ruppige Gelände stellte sowohl koordinativ als auch durch die vielen Höhenmeter eine physische Herausforderung dar. Auch technisch waren sie im typisch slowenischen Karstgelände durch die vielen Details auf der Karte gefordert. Das dichte Wegnetz konnte teilweise etwas trügerisch sein, da viele der Wege kaum sichtbar und schlecht belaufbar waren.
Bronzemedaille für Lars Niggli
Zum ersten Mal auf einem internationalen Meisterschaftspodest steht Lars Niggli. In der Kategorie H16 gewann er die Bronzemedaille. «Die kurzen Postenverbindungen am Anfang habe ich gut umgesetzt. Auch bei den Routenwahlen konnte ich die für mich schnellste Wahl treffen. Ich bin oft quer gelaufen, weil ich da ähnlich schnell bin wie auf einem Weg», erzählt Lars, was ihm besonders gut gelungen ist. Linus Pusterla verpasste als Elfter Eine Top-Ten-Platzierung um ledlich10 Sekunden. Die weiteren Schweizer H16-Läufer platzierten sich auf dem 18. (Kasimir Gerber) und 38. (Lino Meier) Rang.
Ebenfalls sehr zufrieden mit seinem sechsten Rang und damit einem Diplom ist Taavi Caboussat. Sein Rezept für eine erfolgreiche Langdistanz habe er am Langdistanz-Selektionslauf herausgefunden: «Beim Querlaufen möchte ich gar nicht versuchen schnell zu rennen. Dafür kompensiere ich dann auf den Wegen und im Uphill. So kann ich die Fehler klein halten», erkläre der Berner. Glück hatte er auch gleich noch gehabt: Beim letzten Posten stolperte er über eine Wurzel und bemerkte seinen Sturz erst, als er bereits wieder stand. Dabei wurden sein Kompass, sein Fuss und seine Hand in Mitleidenschaft gezogen. Dies sollte einem Start an der morgigen Staffel jedoch nicht im Wege stehen. Manuel Gasser lief wenige Sekunden hinter Taavi auf den 9. Schlussrang. Janis Gwerder wurde 26., Andrin Meier schloss das Rennen auf dem 38. Rang ab.
«Ich habe mich nicht von kleinen Fehlern aus dem Konzept bringen lassen»
Svenja Feurer gewann als Fünftplatzierte ein Diplom. «Als ich ins Ziel gekommen bin, war ich zufrieden mit meiner Leistung. Ich hoffte natürlich, dass es für ein gutes Resultat reichen würde. Dass es so gut sein wird, hat mich etwas überrascht», freut sich die Thurgauerin. Weiter erzählte sie, sie habe sich nicht von kleinen Fehlern aus dem Konzept bringen lassen. Mit Madlaina Reubi (10.) holte sich noch eine weitere D16-Läuferin einen Platz unter den ersten Zehn. Céline Aeschlimann lief auf den 24. Rang, Anja Niggli wurde Fünfundvierzigste.
Wie bereits am Tag zuvor liefern die D18-Läuferinnen mit allen Athletinnen in den Top 23 ein starkes Teamresultat ab. Für eine Medaille reicht es jedoch knapp nicht: Lotta Lüthi, die Jugend-Europameisterin im Sprint vom Vortag, verpasst als Vierte das Podest nur knapp und muss sich mit der ledernen Medaille und einem Diplom begnügen. Lenia Grimm wird zwei Ränge vor Analia Reubi Vierzehnte. Lorenza Rossetti schliesst das Rennen auf dem 23. Rang ab.
Zum Nachverfolgen: Resultate, Livelox
Morgen geht es ums Team: Eine Staffel bildet die letzte Disziplin des EYOC 2026. Wiederum ab 10 Uhr kann das Rennen live verfolgt werden: Liveresultate, Livekamera von der Arena, GPS D18, GPS H18, Livelox. Startzeiten:
- 10:00 H18
- 10:05 D18
- 10:10 H16
- 10:15 D16
(Text: Sina Tommer, Foto: David von Arx)
