Am dritten und letzten Tag der Jugend-EM geht die Schweiz leer aus. Die Staffeln der Kategorien H16 und D18 verpassten mit einem siebten und achten Rang knapp ein Diplom.
Der letzte Tag der Jugend-EM (EYOC) verlief nicht wie erhofft. Vielen unterliefen kleinere und grössere Fehler, was die Schweizer Delegation heute leer ausgehen liess. Viele Steine im Gelände wie auch auf der Karte und undeutliche Wege und Wegspuren forderten die Jugend-Läufer*innen. Wusste man nicht genau, bei welchem Stein der Posten stehen muss, konnte einem dies zum Verhängnis werden. Wieso es zu keinem Diplom gereicht hat, sei schwierig einzuschätzen, kommentiert Laura Diener die heutige Staffel. Sicherlich sei zu spüren, dass in der Schweiz weniger Staffelerfahrungen gemacht werden, wo viele andere Nationen einen Vorsprung haben.
Knapp am Diplom vorbei
Auf den siebten Rang und damit knapp am Diplom vorbei lief das D18-Team. Analia Reubi auf dem Start löste ihre Aufgabe trotz grosser Nervosität sehr gut: «Zu Beginn war es etwas hektisch. Ich versuchte, die anderen auszublenden und mich auf meine Technik zu konzentrieren. Dann hat sich das Feld auch auseinandergezogen und ich war relativ lange alleine unterwegs.» Sie schickte Lorenza Rossetti mit 14 Sekunden Rückstand auf die Spitze auf die zweite Strecke. Ihr unterlief ein grösserer Fehler, zeigte abgesehen davon jedoch eine gute Leistung und übergab der Schlussläuferin Lotta Lüthi an vierter Stelle. Für Lotta lief es nicht wie gewünscht: Die Hitze machte ihr zu schaffen und es unterliefen ihr mehrere Fehler. Schlussendlich reichte es für den siebten Schlussrang.
Umgekehrt lief es für die H18-Staffel mit Taavi Caboussat, Janis Gwerder und Andrin Meier: Taavi lief auf der Startstrecke einen falschen Gabelungsposten an und verlor dabei den Anschluss an die Spitze. Janis auf der zweiten Strecke unterlief im selben Teil der Bahn einen grossen Fehler. Andrin Meier auf der Schlussstrecke zeigte ein solides Rennen und brachte das Team auf den 9. Rang. «Ich wusste, dass ich noch etwas aufholen kann, wenn ich mein eigenes Rennen laufe und ich wusste, dass ich es kann. Dass es gestern nicht aufgegangen ist, war wohl noch ein extra Motivationsboost», erzählt der Berner im Ziel.
«Internationale Erfahrungen sammeln steht im Fokus»
Das D16-Team bestand aus Anja Niggli, Céline Aeschlimann und Svenja Feurer, drei Athletinnen im jüngeren Jahrgang und damit drei EYOC-Neulingen. «Der Fokus bei den D/H16 liegt darauf, dass sie erste Erfahrungen an internationalen Staffeln sammeln können. Bei Läuferinnen im ersten Jahr ist dies noch wichtiger. Daher sind wir zufrieden», erklärte Damentrainerin Elena Howald-Roos.
Ebenfalls nur wenig Rückstand auf ein Diplom hatte die Staffel mit Linus Pusterla, Kasimir Graber und Lars Niggli. «Alle zeigten eine konstante Leistung. Insgesamt sind wir zufrieden, besonders, wenn man bedenkt, dass Kasimir und Lars das erste Mal dabei waren», kommentierte Herrentrainer Patrick Würsten das Teamresultat.
Da die Staffel jeweils nur aus drei Läuferinnen oder Läufern bestehen, liefen Manuel Gasser, Lino Meier, Lenia Grimm und Madlaina Reubi in der Kategorie «Mixed», in der es keine Alters- oder Geschlechtsbegrenzung gab. Manuel, Lino und Lenia liefen in dieser Kategorie auf den dritten Rang. Manuel erklärt sich den sehr guten Rang so: «Wir konnten alle aus dem Frust, dass wir nicht in den offiziellen Staffelteams laufen durften Energie ziehen. Danach konnten wir ohne Druck laufen, was zu diesem tollen Ergebnis geführt hat». Madlaina lief mit ihren finnischen und französischen Teamkolleginnen auf den 8. Rang.
Zum Nachverfolgen: Resultate, GPS D18, GPS H18, Livelox
(Text: Sina Tommer, Fotos: David von Arx)


