Das Schweizer Team läuft an der Junior*innen-WM im schwedischen Karlskrona souverän zur Goldmedaille in der Sprintstaffel. Henriette Radzikowski, Loïc Berger, Matthieu Bührer und Leonie Mathis gewinnen das Rennen mit 25 Sekunden Vorsprung.
Nach dem erfolgreichen gestrigen Auftakt der Junior*innen-WM 2026 in Karlskrona – mit dem Sieg von Matthieu Bührer und der Silbermedaille von Leonie Mathis – ging es heute weiter mit der Sprintstaffel. Diese wurde ebenfalls in Karlskrona ausgetragen, mit gleichem Ziel wie gestern, neu jedoch mit einigen Posten auf der Halbinsel Stumholmen mit ihren historischen Sehenswürdigkeiten wie dem Marinemuseum. Technisch präsentierte sich das Rennen als nicht allzu anspruchsvoll. Das Schweizer Team konnte seine physischen Stärken dadurch voll ausspielen – dennoch galt es auf künstliche Sperrgebiete und Mauern zu achten, um keine Sackgassen zu übersehen.
75 Teams standen am Start. Henriette Radzikowski eröffnete für Schweiz 1 das Rennen und löste diese Aufgabe souverän. Sie startete kontrolliert und konnte immer mehr Läuferinnen hinter sich lassen. Am Ende übergab sie hinter der Französin Lucie Gaudion an zweiter Position an Loïc Berger. Stark auch die Leistung von Rahel Good für Schweiz 2, welche zeitgleich mit Henriette ins Ziel kam.
Nach dem Rennen erzählt Henriette: «Es ging sehr schnell los, aber ich hatte alles unter Kontrolle. Es war ein cooler, aber sehr physischer Lauf. Ich konnte in der Gruppe pushen und löste so meine Aufgabe sehr gut.»
Frankreich lag auch auf der zweiten Strecke in Führung, dahinter gab es eine grössere Gruppe mit mehreren Läufern, darunter auch die beiden Schweizer Loïc Berger und Lukas Gasser. Am Ende war es Frankreich vor Tschechien, die an der Spitze ins Ziel kamen. Loïc Berger übergab seinem Teamkollegen Matthieu Bührer an fünfter Position mit 30 Sekunden Rückstand. Sechs Sekunden dahinter lief Lukas Gasser für Schweiz 2 an siebter Position ins Ziel.
«Ich startete vorsichtig und nahm mir Zeit, um die Postennummern zu kontrollieren und die Routen sorgfältig durchzuplanen. Ich hatte dann aber einen blöden Sturz, knickte mit dem Fuss um und verlor auch meine Karte, das kostete sicher 20 Sekunden. Dadurch verlor ich den Anschluss an die Spitzen-Gruppe. Ich kämpfte mich dann noch bis ins Ziel und bin abgesehen vom Sturz zufrieden», berichtet Loïc nach dem Rennen.
Matthieu Bührer konnte auf der dritten Ablösung stetig Zeit gutmachen. Mit guten Routenwahlen und hohem Lauftempo reduzierte er den Rückstand von 30 Sekunden auf den führenden Franzosen und wandelte diesen in einen Vorsprung von 7 Sekunden um. Dahinter folgten Tschechien und Frankreich auf den weiteren Podesträngen. «Ich konnte in einer guten Position starten und nahm vom ersten Posten an immer meine eigenen Routen. Es gab einige sehr physische Passagen und da sah ich weiter vorne meine Konkurrenten, dadurch konnte ich immer die direkteste Linie wählen und mich an sie heransaugen. Ich kam ohne Fehler durch und konnte auch physisch voll ans Limit gehen», fasst Matthieu seine Leistung zusammen.
Schlussläuferin Leonie Mathis startete ruhig, liess sich nicht beirren und vergrösserte den Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen weiter. Am Ende konnte sie gemeinsam mit ihren Team-Kolleginnen mit 25 Sekunden Vorsprung vor Frankreich auf Rang 2 und Tschechien auf Rang 3 ins Ziel laufen. «Ich war schon ziemlich nervös, denn ich lief zum ersten Mal die Schlussstrecke einer Sprintstaffel. Ich habe mich mental auf diese Situation vorbereitet und sobald ich losrannte, fokussierte ich mich nur noch auf meinen Lauf. Mir gelang es, die Routen immer gut durchzuplanen, nahm mir auch mal kurz Zeit, um zu kontrollieren, ob ich nichts übersehe, um dann voll zu pushen. Als Henriette, Loïc und Matthieu kurz vor dem Ziel auf mich warteten, war es ein unglaubliches Gefühl, zusammen mit ihnen ins Ziel zu rennen», freut sich Leonie.
Schweiz 2 mit Rahel Good, Lukas Gasser, Gratian Böhi und Mira Werder läuft auf den inoffiziellen 10. Rang (nur das beste Team pro Nation zählt). Schweiz 3 mit Rachel Marxer, Dario Dauwalder, Jonas Vogel und Sarina Grimm beenden das Rennen auf Rang 24.
Morgen geht es weiter mit der Langdistanz. Diese kann ab 10:30 Uhr live im IOF Web-TV mitverfolgt werden. Alle nützlichen Informationen sind im IOF Live Center zu finden.
(Text: Annalena Schmid, Fotos: Filip Andersson)


