Goldmedaille Nummer 3 für Matthieu Bührer an der diesjährigen Junior*innen-WM in Schweden. Nach den Siegen im Sprint und in der Sprintstaffel gewinnt er auch die Langdistanz. Leonie Mathis wird bei den Frauen starke Fünfte.
Nach den beiden Sprintrennen in Karlskrona wurde die Junior*innen-WM 2026 mit der Langdistanz fortgesetzt. Der Wald etwas nordöstlich von Karlskrona präsentierte sich mit wechselnder Vegetation, wodurch die Belaufbarkeit und Sicht stark variierten, von sehr gut bis zu stark eingeschränkt in den dichten, teils auch steinigen und «grünen» Partien. So galt es auch die Technik und das Lauftempo dem Gelände anzupassen, was die Läufer*innen sowohl physisch als auch technisch forderte – kaum jemand kam ohne Fehler durch.
Auch Matthieu Bührer unterlief der ein oder andere Zeitverlust, konnte diese jedoch klein halten und so liess er auch heute alle seine Konkurrenten hinter sich. Er gewinnt die dritte Goldmedaille dieser Junioren-WM mit 2:03 Minuten Vorsprung vor Vladimir Srb aus Tschechien und 4:02 Minuten Vorsprung auf den drittplatzierten Marton Csoboth aus Ungarn.
Nach dem Rennen erzählt Matthieu Bührer: «Es war eine sehr harte und sehr technische Langdistanz. Man musste von Anfang an immer auf der Karte sein, immer die Richtung kontrollieren, das war auch mental sehr anstrengend. Ich hatte keinen perfekten Lauf, auch mir unterliefen kleinere Fehler. Am Ende war ich nicht nur physisch am Limit, sondern wurde auch im Kopf müde und habe bewusst eine Stop-and-Go-Taktik angewendet, um keine Fehler zu machen. Auf den Wegen versuchte ich voll zu pushen und im Postenraum arbeitet ich immer mit der Lupe, um die Posten sauber anzulaufen. Das war heute sicher eine gute Taktik.»
Gratian Böhi belegte Rang 13, Jonas Vogel Rang 15, Lukas Gasser Rang 28, Loïc Berger Rang 37 und Dario Dauwalder lief auf den 76. Platz.
Leonie Mathis erneut mit einem Top-Resultat
Bei den Frauen lief Leonie Mathis als beste Schweizerin auf den fünften Rang. Nach einem nicht optimalen Start mit einem zeitraubenden Richtungsfehler zu Posten 1 konnte sie sich wieder auffangen und zeigte einen guten restlichen Lauf. «Ich hatte wirklich keinen optimalen Start und war zeitweise ziemlich orientierungslos unterwegs. Bei Posten 1 angekommen sagte ich mir dann, dass noch nichts vorbei ist, dass das Rennen noch lange geht und ich nun einfach Posten für Posten anlaufen muss. Gerade im Südteil mit den technisch anspruchsvollen Posten nahm ich bewusst Tempo raus, das fühlte sich sehr langsam an, war aber am Schluss das richtige Rezept», erzählt die Zentralschweizerin nach ihrem Lauf.
Der Sieg ging an die Schwedin Freja Hjerne, die bereits den Sprint am Montag für sich entscheiden konnte. Mit 3:32 Minuten Rückstand wird Janka Mikes aus Ungarn Zweite, die Französin Fanny Delahaye gewinnt mit 3:57 Minuten Rückstand die Bronzemedaille.
Zweitbeste Schweizerin wurde Mira Werder auf Rang 18. Rahel Good lief auf Rang 22, Rachel Marxer auf den 30. Rang, Henriette Radwzikowski belegte nach einigen grossen Fehlern den 54. Rang und Sarina Grimm beendete das Rennen auf dem 58 Schlussrang.
Nach einem Ruhetag geht es an der JWOC am Freitag weiter mit der Mitteldistanz, die ab 10 Uhr auch im IOF Web-TV mitverfolgt werden kann. Weitere Informationen finden sich auf der IOF Live-Plattform.
(Text: Annalena Schmid, Fotos: Filip Andersson)

