Nach der gestrigen Mitteldistanz-SM fand heute ebenfalls in La Côte-aux-Fées die Staffel-Schweizer-Meisterschaft statt. In der Elite-Kategorie gewannen die OL Regio Wil mit den Brüdern Martin und Daniel Hubmann sowie Joschi Schmid. Bei den Frauen waren Lotta Lüthi, Simone Niggli und Rachel Marxer für ol norska die Schnellsten.
Auch an der Staffel Schweizermeisterschaft präsentierte sich der Neuenburger Jura von seiner schönsten Seite. Nebst dem prächtigen Herbstwetter warteten auf die Teilnehmenden anspruchsvolle Bahnen in einem technisch herausfordernden Wald.
Zwei Athletinnen und eine Trainerin gewinnen
Das norska-Team setzte sich aus zwei Athletinnen und ihrer Trainerin zusammen: Lotta Lüthi und Rachel Marxer werden beide von Simone Niggli betreut. «Dass wir so zusammen im selben Team laufen konnten, war schon etwas Besonderes», erzählte Marxer im Ziel. «Unsere Taktik war Köpfchen vor Beine, also zuerst denken und dann rennen. Sime konnte das super umsetzen und Lotta und ich bis auf eine Stelle auch.» Das Rennen blieb bis zum Schluss spannend: Es gab viele Wechsel auf den Top-Drei-Positionen. Schlussendlich lief das französische und damit nicht medaillenberechtigte Team des Vereins ASUL Sports Nature mit Florence Hanauer, Juliette Basset und Tereza Smelikova als Zweites über die Ziellinie. Die Silbermedaille geht daher an die OL Regio Wil mit den Schwestern Nina und Lisa Hubmann sowie Marcia Mürner. Das Team O-Motion mit Anna Gasser, Coralie Waldner und Siana Senn komplettieren das Podest.
Der Favoritenrolle gerecht geworden
Bei den Männern steht wieder die OL Regio Will, derselbe Verein, wie im Vorjahr zuoberst auf dem Podest – dieses Jahr jedoch mit einer anderen Zusammensetzung. Joschi Schmid lief zum ersten Mal mit Daniel und Martin Hubmann in der Elite-Kategorie. «Es ist ein Luxus, dass wir gliche vier Männer im Elite-Kader haben», erzählt Martin Hubmann nach dem Lauf. Janis Hutzli, der im Vorjahr im Team war, fiel verletzungsbedingt aus, was die Entscheidung deutlich erleichtert. «Der Sieg wurde von uns erwartet und den wollten wir auch. Das war jedoch keine Selbstverständlichkeit und wir wussten, dass wir alle eine gute Leitungen zeigen müssen. Daher war ich am Start schon etwas nervös und ich war froh, konnte ich in Führung starten», lässt Martin Hubmann in seine Gedanken vor dem Lauf blicken. Sein Ziel war es ebenfalls, ohne Risiko zu laufen: «Das musste ich von gestern noch anpassen.» Der Vorsprung im Ziel betrug schlussendlich eineinhalb Minuten auf CA Rosé mit Mathias Blaise, Térence Risse und Matthieu Bührer. Auf den dritten Rang lief das zweite Team der OLV Baselland mit Tino Polsini und den zwei über vierzigjährigen und immer noch gutaussehenden Fabian Hertner und Stefan Lombriser.
Damit bedanke ich mich herzlich für das Interesse an unseren Berichten und meine Zeit bei Swiss Orienteering.
(Text: Sina Tommer, Fotos: Simon Buser)

