file Diskussion zum Thema: SOLV und Datenschutz

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4 Anni 7 Mesi fa #239 da Christoph Furer

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4 Anni 7 Mesi fa #235 da Christoph Furer
Wenn ich mich heute in die Läufer-DB eintragen wollte, sehe ich folgenden Disclaimer:

Die Swiss Orienteering Läufer Datenbank wird nur innerhalb von Swiss Orienteering und im Interesse des OLs verwendet.
Wer wünscht, dass seine Daten in keinem Fall für andere Zwecke als für Wettkämpfe verwendet werden, kann sich in eine spezielle Liste eintragen lassen. Auch wer ganz aus der Datenbank gelöscht werden will, kann dies verlangen.
OL Veranstalter erhalten eine Kopie der Swiss Orienteering Läufer Datenbank, die ausschliesslich für die Organisation des Wettkampfes verwendet werden darf. Anfragen dazu sind direkt an die Geschäftsstelle von Swiss Orienteering (info _AT_ swiss-orienteering.ch) zu richten.
Die Email Adresse wird nur intern verwendet (etwa im Fall von Unklarheiten) und nicht weitergegeben.
Die Mobil-Nummer wird ausschliesslich zu Sicherheits-Zwecken verwendet (z.B. zur Nachfrage, ob ein Läufer, der nicht ausgelesen hat, schon vom Lauf zurück ist).

Der erste Punkt schliesst aus, dass irgendwelche Daten aus der Läufer-DB irgendwem ausserhalb Swiss Orienteering zugänglich gemacht werden. Falls das geändert werden sollte, braucht es das Einverständnis jedes einzelnen Làufers.

Ich bin etwas überrascht, wie gering die Sensibilität zu sein scheint, wie man mit anvertrauten Daten umgeht. Natürlich gibt es viele Leute, denen das egal ist, und das ist ihr gutes Recht. Aber das ist kein Freipass, um Daten, die einem wahrscheinlich nicht mal gehören, zu verscherbeln.
Ich werde mich jetzt auf jeden Fall auf die Liste setzen lassen (Punkt 2 des Disclaimers), obwohl das meiner Meinung nach für den beschriebenen Fall gar nicht nötig sein müsste.
Und man kann den Verband nur nochmals darauf aufmerksam machen, dass die "juristischen Abklärungen" auch das neue europäische Datenschutzgesetz berücksichtigen müssten.

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4 Anni 7 Mesi fa #215 da Christoph Furer
Ich bin Peter auch sehr dankbar, dass er das Thema aufgegriffen hat.
Wenn ich ihn richtig verstehe, gehören die Daten nicht dem Verband, was heisst, dass der Verband die Adressen für einen Sponsoringversand nicht verwenden darf und es ein Datenmissbrauch wenn nicht sogar ein Datendiebstahl wäre, wenn er es trotzdem tun würde (ist zugespitzt, ich weiss, ich bin kein Jurist).
Das heisst nicht, dass man das nicht ändern könnte, man kann ein Reglement ändern, was ein demokratischer Prozess sein müsste, und die Zustimmung zu den neuen "AGBs" müsste natürlich bei allen in der Datenbank Eingetragenen eingeholt werden.
Eine vertrauenswürdige Firma, ein vertrauenswürdiger Verband (und dazu zähle ich den SOLV) ermöglicht ein OPT-IN, d.h. ich muss etwas unternehmen, damit meine Daten für weitere als den ursprünglichen Zweck verwendet werden können.
OPT-OUT (ich muss sagen, wenn ich etwas nicht will) finde ich für einen Verband wie den SOLV eine schlechte Lösung, und gar keine Wahlmöglichkeit "wenn du an einem OL starten willst, dürfen wir deine Daten auch für Werbung brauchen, anders geht's nicht" geht für mich gar nicht.
Ein weiterer Punkt, der bedacht werden muss: Inwieweit das neue europäische Datenschutzgesetz hier greift, es hat sicher auch EU-Bürger in der Datenbank.
Ich bin nicht grundsätzlich dagegen, dass meine Daten z.B. für Werbung verwendet werden können (Sponsoring), aber ich will und muss die Wahl haben, wofür meine Daten gebraucht werden können und wofür nicht.

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4 Anni 7 Mesi fa #210 da Wülser Dani
Hallo Gaudenz - Was ist daran soo schlimm, wenn du als OL Läufer vielleicht zwei/drei Mal vom OL Verband "Werbung" erhälst in Form eines eMails oder per Post? Das eMail kannst du problemlos sofort löschen und den Brief geht in's Altpapier, wie auch die Zeitung etc. Wie erwähnt möchte ein Sponsor - und ich bin gottenfroh dass es solche vorallem an grösseren OL Anlässen noch hat, ansonsten die Startgelder noch viel, viel höher wären - auch eine Gegenleistung für seinen finanziellen Beitrag an den Anlass bzw. Organisationskomitees! Dafür leiste ich gerne einen kleinen Beitrag in Form von Erhalt eines Werbeangebotes. Ansonsten schlage ich folgendes vor: Wer absolut keine Werbung erhalten möchte nach einem solchen Anlass, bezahlt jeweils ca. Fr 10.- bis Fr. 20..- mehr Startgeld (oder Teilnehmergebühr) bei einem mehrtägigen OL. Damit wäre eine entsprechende Werbeabgeltung gewährleistet.

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4 Anni 7 Mesi fa #195 da Gaudenz Steinlin
Hallo zusammen

Vielen Dank an Peter Fritschy, dass er das Thema aufbringt. Ich habe zur Sicherheit mal meine Postadresse aus der Datenbank gelöscht. Ich finde es ziemlich befremdend, dass sich jemand überhaupt Gedanken dazu macht, diese Daten für eine Werbeaktion zu verwenden. Für mich spielt es dabei keine Rolle, ob schlussendlich der Verband einen Versand macht oder ob die Daten dazu an externe weitergegeben werden. Ich habe diese Daten gezwungenermassen angegeben um mich an einem OL anzumelden (bzw. sie wurden wohl ohne mein zutun in den 90er Jahren in die Datenbank eingetragen). Sicherlich war es nicht meine Idee, dass ich deswegen in irgendeiner Form Werbung oder andere nicht bestellte Post (elektronisch oder auf Papier) bekommen möchte. Ich habe es in den letzten Jahren geschafft, diese soweit als möglich zu reduzieren (Verzicht auf "Kundenkarten", Robinsonliste, Abwählen aller Newsletter Optionen, ...).

Meiner Meinung nach ist eine Verwendung dieser Adressen für etwas anderes als die Wettkampforganisation nur nach einer expliziten Zustimmung vertretbar.

Leider habe ich auch im OL schon schlechte Erfahrungen mit der Datenweitergabe gemacht. Im Winter 2016 habe ich von der Krankenkasse welche Sponsor der SOW 2016 war einen Werbeanruf auf meine Mobiltelefonnumer erhalten. Zwar wurden meine Angaben nach meiner Reklamation gelöscht, mir ist aber immer noch Unklar, wie die Krankenkasse zu meiner Nummer kam. Soweit ich weis habe ich diese nur auf dem Notfallblatt angegeben. Dass sie von dort kopiert wurde, finde ich schon sehr frech. Haben auch andere OL Läufer solche Anrufe erhalten?

Gruss Gaudenz

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4 Anni 7 Mesi fa #171 da Peter Fritschy
Lieber Christoph

Hier die verlangte Transparenz (1): Es ist nicht die SOW, sondern unsere Verbandsführung, der ZV. Dieser plant eine Sponsoring-Aktion mit den Daten der Läufer-Datenbank. Aus der Sicht der Verantwortlichen der Wettkampf-IT ist dies nicht zulässig. Die bei der Sponsoring-Aktion gewonnen Gelder kommen dann nicht den Läufern zugute, sondern werden in den Swiss-O-Finder gestopft.

Bei den Punkten (2) bis (4) bin ich mit dir einig. Bei Punkt (6) triffst du mit dem Wort 'Intransparenz' den Nagel voll auf den Kopf.

Peter Fritschy

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