Vom 12. bis 17. August 2025 finden in Warschau, Polen die Bike-OL Weltmeisterschaften der Elite (WMTBOC) sowie der Junior:innen (JWMTBOC) statt. Wie schon an die EM in Litauen geht die Schweiz mit einer siebenköpfigen Delegation an den Start. Ziel ist es, die guten Resultate der EM zu bestätigen.
Adrian Jäggi, zeigte an der EM konstante Rennen und war sehr zufrieden. Für die WM sieht es deshalb nicht viel Änderungspotential. In der Vorbereitung lag sein Fokus darin, sich trotz vieler Bike-OL Wettkämpfe immer genügend erholen zu können und seine Form bis zur WM wieder auf einen Höhepunkt wie bei der EM zu bringen! Nach einem der letzten Vorbereitungswettkämpfe hatte Jäggi zwar dennoch mit einer Sehnenscheidenentzündung an der Hand zu kämpfen, konnte sich aber in der Zwischenzeit wieder davon erholen.
Noah Rieder konnte von den Einzelrennen an der EM viel Motivation und Selbstbewusstsein mitnehmen und hat die Bestätigung bekommen, dass seine Ziele mit seinem Plan erreichbar sind. Ein letzter Wettkampfblock, der 5-Tage-OL in Schweden, bestätigte dies erneut: Rieder konnte die Gesamtwertung des international zwar gut, aber nicht mit der absoluten Weltspitze besetzten Rennens knapp vor Adrian Jäggi und Flurin Schnyder für sich entscheiden, ein weiterer Grund, warum er die Weltmeisterschaften in Polen kaum erwarten kann.
Für Flurin Schnyder war die EM Mitte Mai ein Alptraum: Sieben Tage lag er wegen einer Salmonellen-Infektion «flach». Rennen zu fahren stand leider nicht zur Diskussion. Unterdessen hat sich der Berner aber wieder erholt und fühlte sich umso motivierter im Training alles zu geben für die Weltmeisterschaften in Polen. Um nächste Woche voll parat am Start zu stehen.
Ursina Jäggi steigerte sich an der EM stetig und zeigte stabile Leistungen zeigen, ein absolutes Spitzenergebnis blieb allerdings aus. Hinsichtlich WM sieht sie sich auf dem richtigen Weg, gerade auch weil sie im mentalen Bereich mit gezieltem Training Fortschritte machen konnte, welche es nun bis zur WM weiter zu festigen galt. Wenn dann alle Puzzleteile zusammenpassen, kann Jäggi nun auch in Polen um die vorderen Plätze mitfahren.
Celine Wellenreiter gelang die EM nicht ganz nach Wunsch und fand nach ihren eigenen Worten den berühmten Flow, bei welchem das Navigieren durch ein dichtes Wegnetz fast wie von selbst gelingt, nicht immer wie erhofft. Insbesondere in der Mitteldistanz verlor sie diesen und verlor kontinuierlich an Zeit. Für die WM hat sie sich deshalb vorgenommen, sich in jedem Fall kurz die nötige Zeit zu nehmen um (wieder) in diesen Flow zu finden.
Jana Lüscher Alemany war an der EM vor allem mit dem Rennen im Massenstart und dem ersten Top-Ten Rang ihrer Karriere zufrieden. Auch die folgenden Rennen gelangen ihr gut und sie konnte die grossen Fortschritte gegenüber der letzten Saison bestätigen. An der WM will sie in der Folge eigentlich alles gleich machen. Nach eigenen Aussagen ist es für sie wichtig, konsequent eher langsam ins Rennen zu starten, um gut in in den Wettkampf zu kommen.
Wenig Änderungsbedarf scheint es bei den Juniorinnen für Malin Röhrl zu geben. Mit ihrem Europameisterschaftstitel im Sprint und zwei weiteren Diplomen konnte sie auf voller Linie überzeugen und durfte die Früchte des harten Trainings im Winter einfahren. Nach der EM gings für Röhrl zurück ins Training für die WM. Die Chancen stehen auf jeden Fall gut, dass sie in Warschau ähnlich gute Resultate wie an der EM erreichen kann.
Das Programm
- Di, 12.08.: Sprint
- Mi, 13.08.: Mitteldistanz
- Do, 14.08.: Massenstart
- Fr, 15.08.: Ruhetag
- Sa, 16.08.: Langdistanz
- So, 17.08.: Staffeln
Live TV, GPS und Liveresulte: https://orienteering.sport/event/cx80-world-mtb-orienteering-championships-2025/welcome/
Offizielle Webseite des Veranstalters: https://wmtboc2025.pl/en
(Text: Thomas Bossi, Bilder: Beat Schaffner)


