Die Bernerin Sabine Hauswirth löst die Aufgabe Langdistanz souverän und läuft das erste Mal in ihrer Karriere auf das Podest eines Grossanlasses! Nur die Überfliegerin Tove Alexandersson SWE und die Dänin Maja Alm bewältigen die Langdistanz noch schneller.

Kein Tag ohne Schweizer WM-Medaille: Nach ihrem ersten WM-Diplom über die Mitteldistanz legt Sabine Hauswirth nach und gewinnt hinter Tove Alexandersson (SWE) und Sprint-Weltmeisterin Maja Alm (DEN) die Bronzemedaille.18 WOC Frauen Flower L Judith Wyder belegte leicht angeschlagen den 8. Rang, Elena Roos musste verletzt aufgeben.

Das Rennen der Frauen in der Königsdisziplin nahm auf einem physisch wie technisch anspruchsvollen Parcours schnell klare Konturen an: Hauswirth, Alexandersson und Alm lagen früh vorne, während mit Natalia Gemperle eine weitere Medaillenanwärterin kontinuierlich Zeit einbüsste.

Alexandersson, die nach ihrem Blackout auf der Mitteldistanz noch eine Rechnung offen hatte, beging diesmal keinen gröberen Fehler und gewann zum 3. Mal in Serie die WM-Langdistanz. Knapp zweieinhalb Minuten hinter ihr und Maja Alm lief Sabine Hauswirth zur ersten Einzel-WM-Medaille ihrer Karriere. „Ich kann es immer noch nicht fassen, dass ich das geschafft habe", sagte sie. „Ich habe ich mich immer gut gefühlt, nahm mir immer genügend Zeit für die Kartenarbeit und wusste so, dass ich gut unterwegs bin – spätestens als ich Judith eingeholt habe", ergänzte sie.

Danach habe sie sich aber auf sich selbst konzentriert. „Die Gefahr einen Fehler zu begehen, wenn man zu zweit zu18 WOC HauswithWyder L zweit läuft, ist grösser, weil man sich schnell in falscher Sicherheit wähnt", sagte sie.

Wyder mit halbvollen Batterien
Nach einer WM-Woche mit einem ganzen Medaillensatz war Judith Wyder nicht mehr frisch genug für einen neuerlichen Exploit. „Ich habe meine Beine schon bald gespürt, die Batterien waren in dieser Woche einfach nicht voll. Ich bin schon mehrere Tage leicht erkältet, aber ich kann mir nichts vorwerfen", sagte Wyder im Ziel. 

Deshalb sei sie auch nicht überrascht gewesen, als sie von Sabine Hauswirth eingeholt worden sei. Das Niveau sei mittlerweile so hoch, dass eben ein Tag mit halbvollen Batterien nicht mehr zu einem Platz auf dem Podium reiche, ergänzte sie.

Elena Roos, die schon eine ganze Weile mit Schmerzen im Fuss unterwegs war und zuweilen deutlich humpelte, musste das Rennen verletzt aufgeben. Für sie steht jetzt die Untersuchung der Ursachen an.

 (Text: Roger Baumann/Martin Gygax Fotos: Rémy Steinegger)

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