Zum Auftakt der nationalen Saison und der Swiss Orienteering Elite League setzten sich Matthias Kyburz und Judith Wyder beim Sprint in Opfikon durch. Der erste nationale OL galt zudem als World Ranking Event.

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Judith Wyder
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Matthias Kyburz
Im zweiteiligen Sprint-Wettkampf mit Massenstart-Final der sechs Besten vom Vormittag verwies Kyburz den Qualifikationsschnellsten Daniel Hubmann um drei Sekunden auf den zweiten Platz. Bei den Frauen war die zurückgetretene Simone Niggli im ersten Lauf noch um zwei Sekunden schneller als Wyder. Im Finalrennen vermochte Wyder die 23-fache Weltmeisterin um sechs Sekunden zu distanzieren.

Der Endlauf der beiden Elite- und Junioren-Kategorien endete nicht nur in der Halle und damit direkt in der OL-Beiz unter der Videowand mit Präsentation des GPS-Trackings, als weitere Besonderheit galten neben dem Gabelungssystem die beiden Posten in einem Gebüsch-Labyrinth, deren Anordnung den Formen eines Züri-Leu entsprach.

"Im Labyrinth irrte ich schon etwas herum, aber die anderen offenbar auch", sagte Kyburz, der auf dem Weg zu Posten 11 Hubmann sah und zum 14. Posten überholen konnte. "Zum zweitletzten Posten wählte ich dann die rechte, wohl etwas schlechtere Route", erklärte Kyburz weiter, was Hubmann erlaubte, den Rückstand nochmals zu verringern aber Kyburz' Sieg dennoch nicht zu gefährden. Damit blieb die Reihenfolge mit Kyburz, Hubmann und Andreas Rüedlinger bestehen. Mit Lukas Diener und Christoph Meier (5. und 6.) vermochten zwei Athleten zu Beginn ihres ersten Elitejahres gut mitzuhalten.

Durch das Gabelungssystem verloren sich Judith Wyder und Simone Niggli im Final gleich beim ersten Posten aus den Augen. Erst beim fünftletzten Posten war klar, dass Wyder mit einem leichten Vorsprung unterwegs war, und den vermochte sie bis ins Ziel zu halten. "Läuferisch habe ich am Ende schon etwas gelitten, aber technisch ist mir sowohl am Vormittag wie im Final ein sauberer Lauf gelungen." Für die langjährige Dominatorin Simone Niggli bedeutete dieser zweite Platz weder Überrasschung noch Untergang. "Ich laufe zwar noch täglich, aber habe das Pensum vor allem bei den schnellen und intensiven Trainingseinheiten deutlich reduziert" -  was letztlich im Sprint am meisten ausmacht. (Text und Fotos Nicolas Russi)

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