Dem Schweizer Team gelingt ein perfekter Abschluss der OL-WM 2024. Riccardo Rancan läuft zu WM-Gold, Simona Aebersold gewinnt Bronze.

 


Zieleinlauf von Riccardo Rancan



Bronze für Simona Aebersold


EDINBURGH/SCOTLAND/UK, 16.07.2024 - New KO-Sprint World Champion: Riccardo Rancan, SUI (C), Jorgen Boklid, NOR (L, 2nd) and Jonatan Gustavsson, SWE (R, 3rd) captured during the Medal Ceremony for the Knock-Out Sprint Finals Men at the World Orienteering Championships 2024 in Central Edinburgh / Scotland / UK.copyright by steineggerpix.com + swiss orienteering / photo remy steinegger
Podest der Herren

Nachdem alle sechs gestarteten Schweizer Athlet*innen die Qualifikation am Stadtrand der schottischen Hauptstadt überstanden hatten, stand im Zentrum von Edinburgh der Final im Knock-out-Sprint zum Abschluss der diesjährigen OL-WM an. Vom Viertel-, über den Halb-, bis hin zum Final galt es Runde um Runde im Direktduell mit den anderen Athlet*innen zu überstehen. Nach dem Ausscheiden von Paula Gross, Natalia Gemperle und Timo Suter im Halbfinal standen mit Simona Aebersold, Joey Hadorn und Riccardo Rancan drei Schweizer*innen im Final der besten Sechs.

Enge Finalentscheidungen

Die beiden Schweizer Rancan und Hadorn hielten sich zu Beginn des Finals noch zurück, steigerten dann nah dies nah das Tempo. Rancan nutzte eine Unsicherheit der anderen Konkurrenten gekonnt aus und setzte sich kurz vor Schluss an die Spitze und liess sich WM-Gold nicht mehr nehmen. „Ich habe mein Rennen von Beginn weg nach Plan umgesetzt, war immer gut vorbereitet und am Ende ist es perfekt aufgegangen“, so der 28-Jährige. Joey Hadorn machte im Final alles richtig, war gut positioniert, liess sich dann aber kurz vor dem Ziel vom Zögern der anderen Läufer verunsichern und verpasste am Ende als Vierter das Podest ganz knapp. „Ich bin sehr enttäuscht, es hätte zum Doppelsieg reichen können, es ist extrem schade, dass ich mich von den anderen ablenken liess“, meint Hadorn nach dem Lauf.  

Im Final der Frauen lief Simona Aebersold ein aktives Rennen, lag beim zweitletzten Posten in Führung, lief dann aber in die falsche Richtung weg und musste die beiden Schwedinnen Tove Alexandersson und Karolin Ohlsson vorbeiziehen lassen. „Es ist schade, ist mir dieser Fehler noch passiert, aber am Ende bin ich trotzdem glücklich über die Bronzemedaille. Das ist gerade im KO-Sprint alles andere als selbstverständlich“, so die Seeländerin, die in drei WM-Rennen drei Medaillen gewann.

Sechs Medaillen gewonnen

Für das Schweizer Team endet eine äusserst erfolgreiche WM. In drei Rennen gewann es sechs Medaillen, davon zwei goldene, im K.o.-Sprint sowie in der Sprintstaffel. Hinzu kommen die Silbermedaillen von Tino Polsini und Simona Aebersold im Sprint, sowie die Bronzemedaille von Natalia Gemperle im Sprint und von Simona Aebersold im K.o-Sprint. Das anvisierte Medaillenziel von drei Medaillen wurde damit deutlich übertroffen.

Resultate

Edinburgh. Orientierungslauf-WM. K.o.-Sprint. Final. Frauen (2,1 km, 35 HM., 9 Po.): 1. Tove Alexandersson (SWE) 9:05.69 Min. 2. Karolin Ohlsson (SWE) 00:04.70 zurück. 3. Simona Aebersold (SUI) 00:05.30. 4. Cécile Calandry (FRA) 00:07.10. 5. Megan Carter Davies (GBR) 00:15.30. 6. Venla Harju (FIN) 00:22.10.

Männer (2,1 km, 35 HM., 9 Po.): 1. Riccardo Rancan (SUI) 7:35.60 Min. 2. Jørgen Baklid (NOR) 00:01.10. 3. Jonatan Gustafsson (SWE) 00:01.90. 4. Joey Hadorn (SUI) 00:02.10.
5. Martin Regborn (SWE) 00:03.20. 6. Alvaro Casado (ESP) 00:09.10.

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(Text: Annalena Schmid, Fotos: Rémy Steinegger)