Gleich zwei Schweizerinnen haben sich über die Sprintdistanz die ersten beiden Plätze ergattert: Seline Sannwald gewinnt Gold, Kati Hotz lediglich drei Sekunden dahinter Silber. Henriette Radzikowski gewinnt als Fünfte ein Diplom.
Bei etwas weniger heissen Temperaturen als am Vortag massen sich die Juniorinnen und Junioren heute im historischen Dorf Cembra über die Sprintdistanz. Physisch betonte Postenverbindungen wechselten sich mit technisch anspruchsvollen Abschnitten ab. Es galt, immer den richtigen Eingang zu erwischen. Entscheidend waren zudem nicht die Routenwahlen an und für sich, die gewählte Route konsequent umzusetzen war der Schlüssel zum Erfolg.
Ein perfekter Tag für das Frauenteam
Die Juniorinnen lieferten sich ein enges Rennen. Lediglich fünf Sekunden trennten Seline von der Drittplatzierten, der Tschechin Lucie Dittrichova. «Ich habe mich von Anfang an auf die Umsetzung meines Plans konzentriert. Es gelang mir, bis zum Schluss. So konnte ich die Fehler klein halten», fasst Seline ihr Siegesrezept zusammen. «Es ist besonders schön, dass ich einen Doppelsieg mit Kati teilen kann», freut sie sich ausserdem. Auch Kati legte den Fokus auf die Technik: «Es war eine mega anspruchsvolle Bahn. Mein Plan, von Start bis Ziel technisch sauber zu laufen, ist aufgegangen. Das war mein Schlüssel zum Erfolg!» Die dritte Schweizerin, die sich über ein Diplom freuen darf, ist Henriette Radzikowski. Nach einem soliden Lauf teilt sie sich den fünften Platz mit der Tschechin Viktorie Skachova. Der Frauentrainer Ivar Lundanes spricht sogar von einem perfekten Tag. «Gold, Silber, ein fünfter Rang und alle in den Top 30, das ist super», freut er sich. Leonie Mathis lief auf Platz 17, Coralie Waldner auf Rang 21 und Rahel Good wurde Dreissigste. Von Zufall möchte der frisch ausgebildete Berufstrainer nicht sprechen. «Alle haben viel Zeit in die Vorbereitung investiert. Auf einer selbst gemachten Karte haben sie mögliche Routenwahlen studiert und mithilfe von Street View ein gutes Bild des Geländes gemacht.»
Corsin Müller verpasste das Diplom nur knapp
Bei den Herren ging der Plan trotz guter Vorbereitung nicht ganz auf. Corsin Müller lief ein starkes Rennen und verpasste das Diplom als Siebter um lediglich eine Sekunde. Ebenfalls zufrieden mit seiner Leistung ist Leander Wylenmann, der auf den 26. Schlussrang lief. Lo!ic Berger war lange auf Podestkurs, bis ihm kurz vor Schluss ein Parallelfehler unterlief, der ihn über eine Minute kostete. Die weiteren Schweizer Gratian Böhi, David Baumberger und Jonas Vogel liefen auf die Ränge 57, 83 und 98. Es gewann der Norweger Jonas Fenne Ingierd vor dem Tschechen Daniel Bolehovsky und dem Polen Tomasz Rzenca.
Morgen starten die Juniorinnen und Junioren über die Langdistanz, bevor ihnen am Dienstag ein wohlverdienter Ruhetag bevorsteht. Wie in den vergangenen Tagen kann das Rennen im IOF-TV live mitverfolgt werden. Die Liveübertragung beginnt um 10:30 Uhr.
Die Resultate im Detail sind hier zu finden.
(Text: Sina Tommer, Fotos: Eszter Kocsik)



