Am letzten Tag der diesjährigen Jugendeuropameisterschaft gewinnt das H16-Schweizer-Team die Silbermedaille. In den anderen Kategorien reicht es heute für die Schweizer Athletinnen und Athleten leider nicht für Top-Ergebnisse. Dennoch geht eine erfolgreiche EYOC zu Ende.
Die abschliessende Staffel fand im Nachbargelände der Langdistanz statt. Die Athletinnen und Athleten erwartete jedoch ein anderer Geländetyp. Die Karte präsentiert sich relativ flach und ziemlich grün. Zusätzlich erfordern feines Relief und viele Negativobjekte eine saubere Orientierung.
Sehr gut gelingt dies dem Schweizer H16-Team: Taavi Caboussat, Linus Pusterla und Maxim Bertschi krönen sich mit der Silbermedaille zu den neuen Vize-Jugendeuropameistern. «Mit einer Medaille haben wir nicht gerechnet, darum ist es umso schöner, dass es zu Silber gereicht hat», freuen sie sich im Ziel. Startläufer Caboussat gelingt ein solider, wenn auch nicht ganz fehlerfreier Lauf. Er übergibt mit nur vier Sekunden Rückstand als Dritter. Pusterla nimmt zu Beginn etwas Tempo raus und liefert ebenfalls einen soliden Lauf ab. Er übergibt an fünfter Stelle. Schlussläufer Bertschi nimmt sein gutes Gefühl von der Langdistanz mit und ist schnell unterwegs. Schon bald kann er zur Spitze aufschliessen und schlussendlich als Zweiter mit lediglich 18 Sekunden Rückstand ins Ziel laufen.
Die D16-Läuferinnen Bigna Hotz, Carla Castelli und Seraina Baer zeigen einen sehr starken Auftritt. Die Startläuferin Hotz übergibt an zweiter Stelle lediglich mit einer halben Minute Rückstand an die frisch gebackene Jugendeuropameisterin über die Langdistanz, Carla Castelli. Sie vermag wiederum zu überzeugen und schickt Seraina Baer als Erste zusammen mit der tschechischen Läuferin auf die Schlussstrecke. Die Schweizerinnen laufen als Zweite ins Ziel, werden anschliessend jedoch wegen einem fehlenden Posten auf der Schlussstrecke leider nicht klassiert.
Ebenfalls gut gestartet sind die D18-Läuferinnen. Lotta Lüthi meistert ihre Aufgabe sehr gut und kann als Erste mit einer guten halben Minute Vorsprung übergeben. «Ich war nicht fehlerfrei unterwegs, aber wusste immer, wo ich bin. Das brauchte es heute, um sich durch das schwierige und grüne Gelände zu kämpfen», erzählt sie im Ziel. Lenia Grimm und Mira Werder bekunden anschliessend beide etwas Mühe bei den diffusen grünen Posten. Schlussendlich reicht es dem Schweizer D18-Team zum 10. Schlussrang.
Bei den H18 hat schon Startläufer Lavio Müller Mühe, sich im diffusen Grün zurecht zu finden. Er übergibt an 12. Stelle mit gut drei Minuten Rückstand. Auch Lukas Matthäus und Andri Gujan auf der zweiten und dritten Strecke gelingt kein fehlerfreier Lauf und der Rückstand wächst. Da aber fast alle Nationen mit Fehlern zu kämpfen haben, können sie dennoch einige Ränge gut machen, sodass es schlussendlich für den siebten Rang und somit knapp nicht für ein Diplom reicht.
Die Staffelresultate können hier im Detail angeschaut werden.
Mit der heutigen Staffel endet die diesjährige EYOC. Die Bilanz für das Schweizer Team kann sich sehen lassen: zwei goldene sowie vier silberne Medaillen und vier Diplome reisen im Gepäck der Schweizer Athletinnen und Athleten nach Hause. Swiss Orienteering gratuliert den Nachwuchstalenten herzlich!
(Text: Katja Brütsch, Fotos: David von Arx)

