An den Testläufen im belgischen Antwerpen siegte am Samstag Fabian Aebersold im KO-Sprint, während Paula Gross als beste Schweizerin Zweite wurde. Im Einzelsprint vom Sonntag gewinnt Simona Aebersold deutlich, Timo Suter wird Zweiter und damit bester Schweizer.

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Fabian Aebersolds Zieleinlauf im KO-Sprint


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Paula Gross überzeugte im KO-Sprint


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Sieg zum Abschluss für Simona Aebersold


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Timo Suter überzeugte an den Testläufen

Nachdem Lilly Graber und Fabian Aebersold den Einzelsprint vom vergangenen Freitag für sich entscheiden konnten (Newsbericht), ging es für die Elite-Athlet*innen am Samstag weiter mit einem KO-Sprint, gefolgt von einem Einzel-Sprint am Sonntag. Alle Rennen fanden im Rahmen des ASOM im belgischen Antwerpen statt. Technisch waren die Wettkämpfe nicht besonders komplex, dennoch galt es rasch die schnellste Route zu erkennen und diese dann konsequent und mit hohem Lauftempo von Anfang bis zum Ende durchzuziehen.

Fabian Aebersold setzt Siegesserie fort

Erfolgreich ging es am Samstag für Fabian Aebersold weiter. Nachdem er in der Qualifikation am Vormittag noch Benjamin Wey den Vortritt lassen musste, siegte er im Viertelfinal und später auch im Final und stellte damit seine Top-Form weiter unter Beweis. Im Final-Heat verwies er dabei die Top-Sprinter Tuomas Heikkilä aus Finnland, den Franzosen Adrien Delenne sowie den belgischen Sprintspezialisten Yannick Michiels auf die Ränge 2, 3 und 4. Zoltán Bujdosó aus Ungarn läuft auf Rang 5. Zweitbester Schweizer wurde Timo Suter, dem im Final die Energie für eine Podestrangierung am Ende fehlte und Rang 6 belegte.

"Momentan passt im physischen Bereich vieles zusammen und auch meine Taktik im KO-Sprint scheint gut aufzugehen. Im Hinblick auf den Weltcup möchte ich noch einige technisch anspruchsvollere Trainings absolvieren, um auch in diesem Bereich noch den letzten Feinschliff zu machen", erzählt Fabian Aebersold.  

Rang zwei für Paula Gross

Dramatischer endete der KO-Sprint bei den Frauen. Paula Gross klassiert sich als beste Schweizerin auf dem zweiten Rang, wenige Sekunden hinter der Siegerin Dora Delic aus Kroatien. Zuvor lief allerdings Simona Aebersold – nach klaren Siegen in Qualifikation, Viertelfinal und Halbfinal – als vermeintliche Siegerin des Finals ins Ziel, dahinter die Kroatin Sara Delic auf Rang 2 und Natalia Gemperle auf Rang 3. Alle stempelten jedoch anstelle des 5. Postens einen sehr nahe platzierten Posten des Publikumlaufs und wurden in der Folge nicht klassiert. Der Sieg ging damit an Dora Delic. Dritte wurde Maria Prieto Del Campo aus Spanien.

Paula Gross freut sich nach dem Lauf über ihre konstant guten Leistungen: "Meine OL-Routine passt derzeit sehr gut, sowohl technisch als auch physisch. Ich bin mir aber auch bewusst, dass das internationale Niveau am Weltcup sehr hoch sein wird und für ein Spitzenresultat alles zusammenpassen müsste."

Revanche im Sprint für Simona Aebersold

Nachdem Simona Aebersold zwei Mal hintereinander aufgrund von einem fehlenden und einem falschen Posten nicht klassiert wurde, gelang ihr am Sonntag ein versöhnlicher Abschluss. Sie gewinnt den Einzelsprint deutlich mit über einer Minute Vorsprung vor Lilly Graber, die auf den zweiten Rang läuft. Die Französin Annabelle Delenne komplettiert das Podest mit 1:15 Minuten Rückstand. Martina Ruch wird als Fünfte drittbeste Schweizerin. 

"Bei Sprint-OL in Belgien scheint bei mir etwas der Wurm drin zu sein. Heute konnte ich jedoch meine physische Stärke in dem nicht sehr schwierigen Sprint ausspielen und erwischte auch die guten Routen. Mit Blick auf den Weltcup erwarte ich technisch anspruchsvollere Rennen. Grundsätzlich bin ich aber zuversichtlich, dass die Form hin zum Weltcupstart stimmt", so Simona Aebersold.

"Die Abläufe funktioniert, die Form stimmt und so macht OL sehr viel Spass. Das gibt auch Vertreauen auf den Weltcup und ich freue mich riesig auf die Wettkämpfe vor Heim-Publikum", freut sich Lilly Graber über ihre starken Testlauf-Resultate.

Bei den Männern zeigte Tuomas Heikkilä seine Stärke und läuft souverän zum Sieg. 23 Sekunden dahinter klassierte sich Timo Suter als bester Schweizer auf dem zweiten Rang. Daniel Hubmann bestätigte die gute Form vom Freitag mit dem dritten Platz, 28 Sekunden hinter dem Finnen Heikkilä. Drittbester Schweizer wurde Benjmamin Wey, der das Rennen auf dem 6. Gesamtrang beendete. Timo Suter zieht nach den erfolgreichen Testläufen eine positive Bilanz: "Ich lief in allen Rennen technisch stabil und die physische Form scheint auch zu passen. Ich spürte schon an den Wettkämpfen in Italien vor einem Monat, dass die Sprint-OL-Form gut ist, dies nun auch hier an den Testläufen bestätigen zu können, ist sehr cool."

Veranstaltungswebsite ASOM mit Links zu Startlisten und Live-Resultaten 

Weltcup im Tessin als nächster Programmpunkt

Die Testläufe zählen als Selektionsgrundlage für den Heim-Weltcup in Locarno Ascona. Dieser findet vom 23. bis 26. April statt. Die Selektionen werden am kommenden Dienstag, 14. April, bekanntgegeben. Das Schweizer Team freut sich über zahlreiche Fans, die vor Ort an den Wettkämpfen mitfiebern. Alle Läufe werden auch live auf SRF Sport und RSI übertragen. Weitere Informationen rund um den Weltcup sind hier zu finden: Veranstaltungswebsite OL-Weltcup Locarno Ascona

(Text: Annalena Schmid, Fotos: Frank Weyler, Christophe Amerijckx & Lore Staes, Orienteering Focus)