Das Schweizer Team mit Anna Gasser, Simon Humbel, Pascal Schärer und Inès Berger läuft an der Studierenden-WM in Portugal in der Sprintstaffel auf den 6. Rang und gewinnt damit ein Diplom.
Am zweiten Wettkampftag der Studierenden-WM 2026 im portugiesischen Vila Real stand heute die Sprintstaffel auf dem Programm. Pro Nation konnten dabei maximal zwei Teams starten. Anna Gasser eröffnete für Schweiz 1 das Rennen. Sie meisterte ihre Aufgabe solid und übergab mit einigen Sekunden Rückstand auf die schnellste Läuferin der ersten Strecke, die Finnin Anniina Taipale, an 9. Position. «Ich bin mit der Startphase nicht ganz zufrieden und habe gleich zu Beginn ein paar blöde Routen gewählt. Danach konnte ich mich besser auf mich selbst fokussieren und wieder fast zur Spitze aufschliessen», berichtet die ETH-Studentin.
Simon Humbel übernahm auf der zweiten Strecke. Der Aargauer startete gut und musste gegen Ende etwas abreissen lassen. «Ich bin gut in den Lauf reingekommen, habe dann aber im Mittelteil nicht immer die schnellste Route erwischt und etwas Boden verloren. Am Schluss ging es nochmals alles den Hang hinauf und es wurde sehr hart, ich habe versuchte an den anderen Läufern dranzubleiben und Pascal mit möglichst wenig Rückstand zu übergeben», erzählt Simon Humbel nach seinem Lauf. An der Spitze konnte sich Francesco Mariani (Italien) vor Romain Pichard aus Frankreich und Euan Tryner (Grossbritannien) absetzen und einen Vorsprung von über 30 Sekunden auf die nächsten Verfolger herauslaufen. Mariani wurde jedoch später disqualifiziert, da er eine unpassierbare Mauer überquerte.
Pascal Schärer, der gestrige Bronzemedaillen-Gewinner im KO-Sprint, startete gemeinsam mit Zoltan Bujdoso aus Ungarn an 15. Position und nahm die Verfolgung auf die Konkurrenz auf. Während sich Guilhelm Verove (Frankreich) und Lorenzo De Biasi (Italien) an der Spitze weiter absetzen konnten, zeigte Pascal Schärer erneut eine starke Leistung. Am Ende übergab er auf Rang 7 mit 1:36 Minuten Rückstand auf Frankreich. «Es war eine ziemlich technische Sprintstaffel mit einigen Fallen des Bahnlegers. Dass ich gemeinsam mit dem Ungarn laufen konnte, hat mir sicher geholfen, um nach vorne Boden gutzumachen und so bin ich sehr zufrieden mit meiner Leistung», so der Zürcher Oberländer.
Auf der letzten Strecke konnte die Französin Cécile Calandry den grossen Vorsprung souverän verteidigen und sichert Frankreich die Goldmedaille. Dahinter war es ein enges Rennen um die weiteren Medaillen. Inès Berger lief lange im Kampf um das Podest mit, ein grösserer Fehler zu Posten 7 kostete sie jedoch entscheidende Sekunden. Am Ende klassiert sich das Schweizer Team auf dem 6. Rang und gewinnt damit ein Diplom. «Im Downhill-Part am Anfang war ich etwas unsicher mit den Routenwahlen und versuchte vor allem zu pushen. Zu Posten 7 bin ich in eine Sackgasse gelaufen und musste wieder umkehren. Die anderen Läuferinnen sah ich dann vor mir, doch im weniger technischen Schlussteil konnte ich diesen Rückstand nicht mehr aufholen», ärgert sich die Westschweizerin.
Silber gewinnt das Team aus Ungarn, Bronze geht an Tschechien. Frankreich 2 klassierte sich auf dem inoffiziellen dritten Rang, in der offiziellen Wertung zählt jedoch nur ein Team pro Nation. Das zweite Schweizer Team mit Lisa Hubmann, Janis Hutzli, David Baumberger und Seline Sannwald beendete das Rennen auf dem inoffiziellen 13. Rang.
Die Resultate im Detail: Resultate Sprintstaffel
Nach einem Ruhetag geht es am Freitag weiter mit dem Einzelsprint. Auch dieser wird in Vila Real ausgetragen. Live Resultate, Startliste, GPS und weitere Informationen finden sich unter folgendem Link: Live Center
(Text: Annalena Schmid, Fotos: Severin Müller)


