Marita Hotz hat im Dezember die Berufstrainerinnenprüfung bestanden und damit den Lehrgang zur Berufstrainerin Leistungssport erfolgreich abgeschlossen. Begleitet und beraten wurde sie von Coach Developer Daniel Kobel. 

MaritaHotz Trainerin
Marita Hotz

Marita Hotz ist Cheftrainerin des Nachwuchskaders Aargau und darf sich seit Dezember offiziell als Berufstrainerin Leistungssport mit eidgenössischem Fachausweis bezeichnen. «An der Ausbildung hat mir der Austausch mit den Trainer*innen von anderen Sportarten gefallen. Das war nicht nur für mich als Trainerin, sondern auch für mich als Mensch eine grosse Bereicherung», resümiert die Aargauerin den Berufstrainer*innenlehrgang.

Im Zusammenhang mit dem Lehrgang absolvieren die Auszubildenden ein Praktikum und schreiben eine Projektarbeit, in der für einen Teil eine freie Themenwahl besteht. Hotz begleitete dabei Tomi Närvä, der im finnischen Verein Kangasala SK für die Nachwuchsabteilung verantwortlich ist. Zudem erarbeitete sie ein Konzept zur Prävention von RED-S bei Athletinnen und Athleten des Aargauer Nachwuchskaders.

Das Relative Energiedefizit-Syndrom (RED-S) beschreibt Zustände im Sport, in welchen die Energieaufnahme geringer ist als der Energieverbrauch. Diese Unterversorgung beeinträchtigt das Training, vermindert die Leistungsfähigkeit und gefährdet die Gesundheit der betroffenen Athlet*innen. In ihrer Arbeit hat Hotz drei zentrale Säulen für das Präventionskonzept herausgearbeitet: Wissensvermittlung, ein regelmässiges Monitoring und ein Netzwerk. Wichtig sei es, dass Athlet*innen, Eltern, persönliche Betreuende und Trainer*innen im Grossen und Ganzen über das RED-S informiert sind und wissen, wo sie tiefergehende Informationen dazu finden. Ein Beispiel dafür ist die Broschüre «Optimales Energiemanagement für Athletinnen» von Swiss Olympic. Zudem werden die Athletinnen und Athleten einmal pro Jahr sportärztlich untersucht. Die letzte Säule, das Netzwerk, besteht aus verschiedenen Personen aus den Bereichen Medizin, Sportpsychologie und Ernährungsberatung. An diese können sich die Athletinnen und Athleten des Nachwuchskaders Aargau unkompliziert wenden. Das Konzept wird im Jahr 2026 erstmals angewendet.

Swiss Orienteering bedankt sich herzlich für die interessante Arbeit und gratuliert Marita Hotz herzlich zum erfolgreichen Abschluss des Lehrgangs. Wir wünschen ihr weiterhin viel Freude in ihrer Tätigkeit als Cheftrainerin des Nachwuchskaders Aargau.

(Text: Sina Tommer, Foto: Aargauer OL Verband)