Die Vertreterinnen und Vertreter der Verbände und Vereine erhielten an der diesjährigen Präsidentenkonferenz von Swiss Orienteering in Aarau wiederum eine breite Palette an Informationen vermittelt.

Während rund drei Stunden wurden die Präsidentinnen und Präsidenten vom Zentralvorstand aufdatiert - teilweise mit operativen und planerischen Angaben zu den kommenden Saisons, aber auch im strategischen Bereich. Mehrfach kamen dabei die Verbandsfinanzen zur Sprache, sei es in Zusammenhang mit einem ersten Blick auf Rechnung 2014 und Budget 2015, sei es in Verbindung mit Sponsoren, Magazin-Abozahlen sowie Inserenten. Das für dieses Jahr budgetierte Defizit von 84'000 Franken dürfte nicht überschritten werden, und für das kommende Jahr sollte der veranschlagte Verlust die Hunderttausender-Marke nicht übersteigen.

Eine neue OL-Finanzierungsquelle scheint sich im Rahmen des Nationalen Sportanlagen-Konzeptes (NASAK) zu entwickeln. Swiss Orienteering hat es mittlerweile geschafft, dass die OL-Karte bei den zuständigen Stellen als Sportgerät anerkannt wird und demzufolge entsprechende Mittel für die Erstellung von Karten fliessen könnten. Dies würde zwar gewisse neue Strukturen, Abläufe und Rechteverhältnisse erfordern, dafür wären dies signifikante und langfristige Beiträge. In der Diskussion wurde darauf verwiesen, dass dies für die Vereine nicht verpflichtend wird und bestehende Vereinbarungen zur Waldbenutzung bestehen bleiben müssen.

Einige Wortbegehren löste der Hinweis aus, dass eine neue Offen-Kategorie für Einsteiger geschaffen werden soll. Mehrfach kam zum Ausdruck, dass die bereits bestehende Kategorie "Offen kurz" dafür gedacht ist und nicht für "Kurz-LäuferInnen", die an nationalen Läufen den Meldeschluss verpasst haben. Es sei mehr auf entsprechende Kategorien für den Nachwuchs zu legen (zum Beispiel eine kurze Bahn für Junioren) wurde betont.

Unter dem Titel "Strategie und Marketingmassnahmen" präsentierte Verbandspräsident Jürg Hellmüller (Bild Frontseite) den Stand im Bereich "bewegen und orientieren". Das neue Breitensport-Projekt "Swiss-O-Finder" wird Anfang Dezember mit dem Pilotprojekt in Arosa ("Arosa-Finder") lanciert, und im Frühling 2015 wird ein zweiter Pilotbetrieb in Bern hinzukommen. In Arosa steht bereits ein festes Postennetz, das in der Wintersaison sowohl Strecken für Sportliche wie auch kürzere Varianten für Familien ermöglicht. In der Diskussion ging es unter anderem um die Abgrenzung, wo und wie der Verband Swiss Orienteering die Führungsrolle bei derartigen Projekten innehat und wie dies mit ähnlichen Aktivitäten der Regionalverbände koordiniert werden kann.

"Swiss-O-Finder" wird in der Dezember-Ausgabe des Swiss Orienteering Magazine ausführlicher vorgestellt. Auch zu weiteren Themen folgen detaillierte Informationen in der Verbandszeitschrift. Die Powerpoint-Präsentation der Präsidentenkonferenz kann als PDF runtergeladen werden. (NR)

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