Am selben Weekend wie der Weltcupfinal in Grindelwald fand der Junioren-Europacup (JEC) in Österreich statt. Das starke Team Schweiz wurde den hohen Erwartungen gerecht und sicherte sich dank vielen guten Leistungen der Juniorinnen und Junioren den Sieg in der Nationenwertung.

JEC 2017
Das erfolgreiche Schweizer Team am JEC

Simona Aebersold und Joey Hadorn konservierten ihre Bestform bis zum Saisonende: Beide holten in allen Disziplinen Medaillen und hatten grossen Anteil an der guten Schweizer Bilanz!

In den Staffeln konnten sowohl die Damen wie auch die Herren überzeugen. Die Damen erliefen sich Gold. Dank guter Vorarbeit von Anja Probst und Katrin Müller konnte Simona Aebersold den Sack zu machen und als Erste über die Ziellinie laufen. Valérie Aebischer lief nur kurze Zeit später für das Team Schweiz 2 ein. Somit war der Schweizer Doppelsieg perfekt!

Die Herren konnten sich in der Besetzung Tino Polsini, Joey Hadorn und Pascal Buchs hinter Tschechien und Schweden die Bronzemedaille sichern.

In der Langdistanz knüpfte Simona gleich an die Leistung des Vortages an. Sie war erneut die Schnellste des Tages bei den Damen-20 und lief mit knappem Vorsprung zur zweiten Goldmedaille. Valérie Aebischer reichte es nicht ganz aufs Podest: Der Rückstand von 1'25" auf Bronze ergab in der Endabrechnung den fünften Platz.

Bei den Herren-20 lief Joey Hadorn in einer eigenen Liga und deklassierte seine Konkurrenten. Sein Kilometerschnitt von 4'14" pro Kilometer lässt erahnen, mit welchem Tempo der Berner unterwegs war. Mit diesem Sieg gewann Joey seit 2014 alle Langdistanzwettkämpfe am Junioren-Europacup - eine eindrückliche Bilanz. Mit Florian Attinger klassierte sich noch ein weiterer Schweizer in den Top 5.

Auch bei den Damen-18 konnte ein Podestplatz gefeiert werden: Anja Probst sorgte für die Überraschung des Tages und holte sich bei ihrem ersten Einzelrennen an einem Junioren-Europacup sogleich die Silbermedaille.

Der Abschluss bildeten die Wettkämpfe über die Sprintdistanz. Das Schweizer Team zeigte einmal mehr, dass sie in dieser Disziplin besonders stark ist. Es gab noch einmal vier Podestplätze zu feiern. Bei den Herren-20 war es wiederum Joey Hadorn, welcher seine Goldmedaillensammlung aufstockte. Florian Attinger lief erneut ein starkes Rennen und verpasste das Podest wiederum sehr knapp: Er wurde guter Vierter.

Bei den Damen-20 holte sich Valérie Aebischer mit einer feinen Leistung Silber. Simona Aebersold klassierte sich einen Rang hinter ihr und erlief sich Bronze. Die Russin Anna Dvorianskaya verhinderte den Schweizer Doppelsieg.

Seine zweite Medaille sicherte sich auch Tino Polsini bei den Herren-18. Nach der Bronzemedaille in der Staffel lief er im Sprint erneut auf den dritten Platz.

Die vielen Podestplätze unterstrichen die guten Leistungen des gesamten Teams Schweiz. So reichte es in der Teamwertung mit konfortablem Vorsprung auf die Norweger zum Sieg. "Neben den überragenden Leistungen der erfahrenen Läuferinnen und Läufern im Team haben mich besonders die Resultate der Debütanten im Team erfreut'', zeigte sich die Cheftrainerin Nachwuchs Reni Widmer höchst angetan von den Leistungen ihrer Athletinnen und Athleten. ,,Besonders in den Staffeln konnte nicht erwartet werden, dass alle Athletinnen und Athleten gleich im ersten internationalen Rennen ihr volles Potential ausschöpfen können. Dies beeindruckte mich schwer."

Für die Teilnehmenden des Junioren-Europacup geht es nun direkt weiter mit einem Trainingslager in Österreich, wo man sich bereits für die internationalen Herausforderungen im 2018 rüsten will. Zum Abschluss nimmt man noch an den Österreichischen Meisterschaften im Staffel-OL teil, die am nächsten Wochenende in der Nähe von Wien stattfinden.


Die vollständigen Resultate zum JEC findet man auf der Veranstalter-Website.


(Text: Kaspar Hägler und Martin Gygax | Fotos: Junior European Cup)

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