Die EM-Delegation der Schweizer OL-Frauen wurde auf dieser Seite bereits vorgestellt. Jetzt stehen die Männer im Fokus, die an den Europameisterschaften im Tessin für Furore sorgen wollen.

Daniel Hubmann steht für die
Routine und Erfahrung, ...

... Joey Hadorn dagegen für viel
Talent und jungen Power.
Die Routiniers im Schweizer OL-Team sind an den Heim-Europameisterschaften für den Gewinn von Edelmetall in den Einzeldisziplinen prädestiniert. „Mein Ziel ist es, im Tessin Europameister zu werden", sagt dann auch Daniel Hubmann (Bremgarten b. Bern). Der 35-Jährige hat in seiner Karriere bisher insgesamt 24 WM- und 11 EM-Medaillen gewonnen, siebenmal wurde er Weltmeister, deren viermal Europameister. „Die Vorbereitung verlief ohne Probleme, selten war ich besser auf Titelkämpfe vorbereitet als jetzt", so der gebürtige Thurgauer, der neben allen Einzeldisziplinen auch die Staffel bestreiten wird.
Konkurrenz im Kampf um Medaillen erhält Hubmann aus dem eigenen Team: Der 28-jährige Matthias Kyburz (Möhlin) bestreitet das gleiche EM-Programm wie sein Teamkollege: „Ich habe vier Chancen und weiss, dass ich in jedem Rennen um Medaillen mitlaufen kann", sagt der Fricktaler. In der Vorbereitung investierte Kyburz besonders in die Langdistanz. Dies, weil er über diese Distanz an internationalen Titelkämpfen bisher medaillenlos blieb. „Diese Lücke würde ich gerne schliessen."
Sowohl Hubmann als auch Kyburz haben im Tessin die Chance, einen Titel zu verteidigen: Hubmann siegte an den Titelkämpfen vor zwei Jahren über die Langdistanz, Kyburz dagegen über die Sprintdistanz.
Daniel Hubmann und Matthias Kyburz sind nicht die einzigen der „alten Garde", wie sie Männertrainer François Gonon bezeichnet. Mit Fabian Hertner (Winterthur), Andreas Kyburz (Winterthur), Martin Hubmann (Eschlikon) und Andreas Rüedlinger (Winterthur) treten weitere international erfahrene Athleten an. Hertner, A. Kyburz und M. Hubmann können bereits den Gewinn von internationalem Edelmetall vorweisen. Mit positiven Erinnerungen wird aber auch Rüedlinger ins Tessin reisen. Der einzige Nicht-Kaderathlet im Aufgebot von Swiss Orienteering, gewann an den Junioren-WM im Tessin vor 13 Jahren eine Medaille.
Ein Topresultat ist schliesslich auch Florian Howald (Oberönz) zuzutrauen. Er steht als Aushängeschild der „jungen Garden" am Start der kontinentalen Titelkämpfe. Er gewann vor zwei Jahren im EM-Sprint die Bronzemedaille und wurde zudem Europameister mit der Männer-Staffel. Ergänzt wird die Männer-Delegation von Jonas Egger (Burgdorf) sowie den beiden ehemaligen Juniorenweltmeistern Florian Schneider (Stettlen) und Joey Hadorn (Fahrni b. Thun). „Auch sie haben grosse Ambitionen und sind nicht nur zum Lernen dabei", sagt Trainer Gonon.
Juniorenweltmeister Joey Hadorn blickt mit viel Vorfreude auf die EOC im Tessin. Noch im vergangenen Jahr startete er bei den Junioren, nun tritt er erstmals bei der Elite an internationalen Meisterschaften an. „Mein primäres Ziel ist es, im Tessin vier Rennen zu bestreiten", sagt Hadorn. Dies bedeutet das er sowohl im Sprint als auch über die Mitteldistanz die Qualifikation überstehen muss, um danach im Final angreifen zu können. Auch wenn Hadorn nicht genau weiss, was ihn im Tessin erwartet, eines ist für ihn klar: „Ich bin mir sicher, dass die Stimmung phantastisch wird, die Wettkämpfe top organisiert sind und das Schweizer Team den einen oder anderen Erfolg feiern wird."
