Elena Roos, Julia Jakob und Judith Wyder gewinnen das WM-Staffelrennen der Frauen in Turaida! In einem packenden Finish bezwingt Judith Wyder Tove Alexandersson und sichert der Schweiz nach dem EM- auch den WM-Titel. Rang drei belegt Russland mit einem Rückstand von 2.17 Minuten.

Auf dem physisch fordernden Parcours, der technische Passagen ebenso aufwies wie Abschnitte, die ein hohes18 WOC Staffelstart Frauen S Lauftempo zuliessen, lagen die Schweizerinnen von Anfang an in Führung: Elena Roos hatte beim 6. Posten schon 25 Sekunden Vorsprung. „Ich bin stabil gestartet und wunderte mich, dass schon bald niemand mehr mitkam. Ich hatte die eine oder andere Unsicherheit, aber keine grösseren Fehler", sagte Roos und ergänzte: "Ich bin zufrieden mit meinem Lauf. Aber ich habe physisch gelitten, es war brutal", sagte Elena Roos im Ziel auf dem historischen Museumsgelände, wo sie mit sechs Sekunden Vorsprung auf Schweden an Julia Jakob übergab.

Diese lief konstant auf Tuchfühlung mit der Schwedin Ohlsson und konnte den Rückstand kurz vor dem Ziel nach einer Unsicherheit der Schwedin deutlich reduzieren. Julia Jakob übergab mit acht Sekunden Rückstand an Judith Wyder. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Lauf", sagte Jakob sichtlich gelöst. „Es war zwischenzeitlich sehr technisch", sagte Jakob. Auch sie bestätigte, dass es sehr hart gewesen sei.

Wyder im Schlussspurt gegen Alexandersson

Judith Wyder stürmte wie gewohnt los und konnte Alexandersson, die beim 5. Posten einen Fehler beging und im Grünen hängen blieb, schnell distanzieren und bis zu 45 Sekunden Vorsprung herauslaufen – allerdings nicht für18 WOC Staffelteam Frauen S lange, ab Posten 9 liefen die beiden wieder zusammen. "Ich habe mir beim 9. Posten sicher 40 Sekunden Zeit genommen, bei Posten 10 habe ich Tove dann gesehen."

Den Schlussspurt schilderte sie so: "Ich habe mir überlegt, wo ich angreifen könnte, beim harten Aufstieg zum 13. Posten war dann Tove etwas stärker. Als sie kurz vor dem Ziel eine Unsicherheit zeigte, habe ich voll attackiert und konnte sie distanzieren."

Dank einer Topleistung aller drei Läuferinnen gewann die Schweiz so nach dem EM-Titel vor zwei Monaten also auch den WM-Titel. "Es war eine grosse Ehre für mich, diesmal als Schlussläuferin aufgestellt worden zu sein", sagte eine strahlende Judith Wyder zum Abschluss.

(Text: Roger Baumann/Martin Gygax Fotos: Rémy Steinegger)

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