Um 23 Uhr fiel der Startschuss zur weltweit grössten OL-Staffel, der Jukola. Unter den 1964 angemeldeten Teams waren auch einige Schweizer OL-Läufer am Start. Erfolgreich endete das Staffelrennen für Andreas und Matthias Kyburz, welche mit ihrem norwegischen Club IL Tyrving auf den zweiten Rang liefen. Ebenfalls eine starke Leistung zeigte das Team von Tampereen Pyrintö, welches mit Schlussläufer Florian Howald auf den dritten Rang lief.

2019 Jukola Kyburz
IL Tyrving mit Andreas und Matthias Kyburz


2019 Jukola FloHowald
Florian Howald mit Tampereen Pyrintö

Nachdem bereits am Samstagnachmittag die Venla-Staffel entschieden wurde, fiel um 23 Uhr Ortszeit der Startschuss zur traditionsträchtigen Jukola. 1964 Teams strömten in den Wald von Kangasala, darunter auch einige Schweizer OL-Läufer.

Das Rennen verlief bis am Ende sehr spannend und so wurde der Sieg erst auf der Schlussstrecke entschieden. Die beiden Schweizer Matthias Kyburz und Florian Howald starteten als erste Läufer beinahe zeitgleich mit Emil Svensk von Stora Tuna (SE) auf die Schlussstrecke. Das Tempo war von Beginn weg horrend, sodass Florian Howald und später auch Matthias Kyburz nicht mit dem Tempodiktat von Emil Svensk mithalten konnten. Dieser lief letztlich mit einem Vorsprung von rund zwei Minuten ins Ziel. Matthias Kyburz erreichte das Ziel auf dem zweiten Rang, 18 Sekunden vor Florian Howald. «Nach einem hektischen Start ging immer wieder eine kleine Lücke zu Emil Svensk auf. Nachdem ich zu einem falschen Posten lief und zwei weitere Fehler hinzukamen, konnte ich gegen Ende einen kühlen Kopf bewahren und den zweiten Rang ins Ziel bringen», erzählt Matthias Kyburz. Für seinen norwegischen Club IL Tyrving ist es das beste Resultat in der Clubgeschichte.

Im Heimgelände von Tampereen Pyrintö konnte der Club dem Druck standhalten und ein starkes Rennen laufen. Lange Zeit führte das Team den Wettkampf an und so startete Florian Howald in Führungsposition auf die Schlussstrecke. Er musste dann aber etwas abreissen lassen und so resultierte der dritte Schlussrang. «Ich realisierte, dass ich physisch nicht mit den beiden anderen Läufern mithalten konnte. Ich fokussierte mich dann auf meinen eigenen Lauf und konnte ein sauberes Rennen mit lediglich einem kleinen Fehler laufen», erzählt Florian Howald nach dem Rennen. Zwar sei er im Ziel vorerst enttäuscht gewesen, dass er die Führung nicht verteidigen konnte. Letztlich sei es aber eine tolle Erfahrung gewesen, um mit dem finnischen Team um den Sieg mitlaufen zu können.

Daniel Hubmann gelang es mit Koovee nicht, den Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Für ihn resultierte der gute siebte Rang. Als bestes Team aus der Schweiz klassierte sich die OLV Baselland wie schon im Vorjahr auf dem 28. Rang. Nur einige Minuten dahinter erreichte die OL Norska das Ziel auf dem 31. Platz.

Hier finden sich die Resultate der Männer-Staffel: Resultate Jukola

(Text: Annalena Schmid)


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