Am letzten Weltcuprennen der Saison läuft Simona Aebersold auf den zweiten Platz. Damit belegt sie auch im Gesamtweltcup den zweiten Rang. Bester Schweizer wird Matthias Kyburz auf Rang 5.

Das heutige Sprintrennen in Songtang hatte viele Überraschungen zu bieten. Während Gustav Bergmann und Tove Alexandersson aus Schweden bereits als Weltcupgesamtsieger feststanden, war sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern der Kampf um die weiteren Podestplätze im Gesamtweltcup noch offen. In diesem technischen Sprint, in dem enge Gassen und einige Routenwahlen viel Kartenkontakt erforderten, hatten auch die besten Läufer mit zum Teil grösseren Fehlern zu kämpfen. Bester Schweizer wurde Matthias Kyburz, der 25 Sekunden auf den Sieger Yannick Michiels aus Belgien verliert. "Mir unterlief ein Fehler im einfacheren Teil, wo ich mich für einmal sicher fühlte. Ansonsten hinkte ich zum Teil mit dem Kartenlesen etwas hintennach, was zum Glück gut endete", erzählt Matthias Kyburz im Ziel. Nur eine Sekunde dahinter läuft Jonas Egger auf den sechsten Rang, mit seinem Ergebnis zeigt er sich sehr zufrieden: "Ich hatte einen super Lauf, mein grösster Fehler beging ich schon am Start, als ich meine Karte fallen liess." Sowohl Joey Hadorn als auch Daniel Hubmann lagen zu Beginn des Rennens in guter Position, verloren dann aber sehr viel Zeit. Daniel Hubmann konnte mit einem starken Schlussteil noch einige Sekunden gutmachen und läuft letztlich auf den siebten Rang. Zeitgleich mit Daniel Hubmann lief Florian Howald ebenfalls auf den siebten Rang. Tobia Pezzati und Andreas Kyburz laufen zeitgleich auf den elften Rang. Für Andreas Kyburz war es das letzte Weltcuprennen seiner Karriere. Für Joey Hadorn resultiert letztlich der 15. Platz. Damit bleibt er aber in der Gesamtwertung noch vor Daniel Hubmann und klassiert sich auf dem zweiten Schlussrang. Mit Daniel Hubmann auf Rang drei läuft ein weiterer Schweizer aufs Podest im Gesamtweltcup. Die Ränge zwei und drei gehen am heutigen Sprint an den Franzosen Maxime Rauturier und den Chinesen Li Zhuoye. Dem Weltcupgesamtsieger Gustav Bergmann (SE) lief das heutige Rennen gar nicht nach Wunsch. Nach einem gelungenen Start verliert er in der Mitte des Wettkampfs über eine Minute und läuft letztlich nur auf den 52. Schlussrang. 

Beim Frauenrennen stellte sich die Frage, ob die Schwedin Tove Alexandersson ihre Siegesserie fortsetzen und damit alle Weltcupeinzelrennen gewinnen kann. Doch Alexandersson verliert bereits zur ersten Zwischenzeit beinahe eine Minute. Der Rückstand im Ziel betrug 53 Sekunden, was Rang acht für die Schwedin bedeutet. Währenddessen sorgte eine andere Läuferin für die Überraschung des Tages. Die Chinesin Shuangyan Hao führte von der ersten Zwischenzeit bis ins Ziel - damit gewinnt zum ersten Mal in der Geschichte des OLs eine Athletin aus China ein Weltcuprennen. Am nächsten an die Chinesin heran kam Simona Aebersold: im Ziel trennten sie zehn Sekunden von der Siegerin. Mit dem zweiten Rang in diesem Sprint konnte Simona Aebersold die Russin Natalia Gemperle im Gesamtklassement noch überholen und wird so Zweite im Gesamtweltcup. "Sowohl mit meinem Lauf als auch mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden, es war ein cooler Sprint", so Simona Aebersold im Ziel. Mit Rang vier verpasst Julia Jakob das Podest nur knapp, 15 Sekunden trennten sie von der drittplatzierten Sara Hagström aus Schweden. "Ein toller Sprint! Mit meinem Lauf bin ich sehr zufrieden", freut sich Julia Jakob. Auf Rang sechs klassiert sich Sarina Jenzer. Sie sagt nach dem Lauf: "Ich wollte es möglichst einfach halten. Auf die grossen Strassen ausweichen und dann wieder in den schwierigen Teil rein." Der siebte Rang am heutigen Sprint geht an Elena Roos. Sabine Hauswirth auf Rang 11 und Sofie Bachmann auf Rang 12 verpassen die Top-Ten nur knapp. Das Schweizer Frauenteam hat damit erneut eine sehr starke Teamleistung gezeigt. Dies bestätigt auch der Blick aufs Weltcupgesamtklassement: Nach Simona Aebersold auf dem zweiten Rang folgt Sabine Hauswirth auf Rang vier, Elena Roos auf Rang fünf und Julia Jakob auf Rang sechs.

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Text: Annalena Schmid

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