An der heutigen Waldstaffel der OL-WM in Tschechien gewinnt das Schweizer Damenteam die Silbermedaille hinter Schweden und vor Norwegen. Die Männer wiederum sicherten sich die Bronzemedaille hinter Norwegen und Schweden.

An der Orientierungslauf-WM in Tschechien stand heute die Waldstaffel in Heřmánky auf dem Programm. Das Laufgelände zeichnete sich dabei durch die imposanten Sandsteinformationen und tiefen Täler aus, in welchem eine kluge Routenwahl besonders entscheidend war.

Bei den Frauen stand das Schweizer Team mit den drei A-Kader-Athletinnen Elena Roos, Sabine Hauswirth und Simona Aebersold am Start. Startläuferin Elena Roos lief eine bestechende erste Ablösung und konnte sich schon zu Beginn des Rennens von den anderen Läuferinnen absetzen – im Ziel konnte sie mit 36 Sekunden an Sabine Hauswirth übergeben. „Ich lief ein sehr konzentriertes Rennen und durch exaktes Kartenlesen unterliefen mir keine Fehler“, bilanziert Roos.

Hauswirth konnte in der Folge einen technisch sauberen Lauf durchziehen, büsste jedoch physisch gegenüber ihren Konkurrentinnen ein und musste letztlich mit einem Rückstand von 3:39 Minuten auf die Schwedin Sara Hagström an zweiter Position übergeben. „Ich wusste, dass ich mich physisch nicht in meiner Top-Form befinde und so wollte ich unbedingt einen technisch fehlerfreien Lauf durchbringen, dies ist mir gelungen“, so Hauswirth.

Schlussläuferin Simona Aebersold fand nach kleinen Unsicherheiten zu Beginn ihres Rennens ihren Rhythmus und konnte gar gegenüber Dominatorin Tove Alexandersson aus Schweden, welche alleine an der Spitze lief, Zeit gutmachen. Dahinter beging Tschechien – bei der Übergabe noch dicht hinter der Schweiz – grosse Fehler und so konnte Simona Aebersold  die Silbermedaille sicher mit über vier Minuten Vorsprung vor Norwegen ins Ziel bringen. „Heute kam ich in einen guten Flow und als ich im Überlauf den Vorsprung hörte, konnte ich die Schlussrunde sogar etwas geniessen“, freut sich Aebersold.



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Aufholjagd von Matthias Kyburz führt die Schweiz zu Bronze

Bei den Herren zählte das Team mit den drei erfahrenen A-Kader-Athleten Martin Hubmann, Florian Howald und Matthias Kyburz ebenfalls zu den Favoriten für eine Medaille. Während die Mitfavoriten Norwegen und Schweden Fehler begingen, konnte Martin Hubmann auf der Startstrecke zunächst mit der Spitzengruppe mithalten, verlor dann aber etwas an Boden. „Mein Lauf war ein stetes Auf und Ab. Ich bin gut gestartet, die Routenwahlen waren aber sehr schwierig und bei der Ausführung sind mir einige Fehler unterlaufen“, so Hubmann.

Florian Howald konnte damit an sechster Position mit 1:41 Minuten Rückstand übernehmen. Mit einem technisch sauberen Lauf konnte er eine Position nach vorne laufen und übergab an fünfter Position mit 2:10 Minuten Rückstand an Schlussläufer Matthias Kyburz. Nach dem Lauf meint Howald: „Ich war das ganze Rennen alleine unterwegs und versuchte nach vorne Zeit gutzumachen, dies ist mir leider nicht ganz so gelungen, wie ich es mir erhofft hätte.“

Kyburz startete auf der Schlussstrecke eine Aufholjagd und konnte bis auf Position drei aufschliessen. Vorne setzte sich Schweden von Norwegen ab und gewann Gold mit fast einer Minute Vorsprung auf das norwegische Team, während sich die Schweiz mit zwei Minuten Rückstand die Bronzemedaille sicherte. „Ich wusste, eine Medaille ist möglich, aber nur wenn ich auch konzentriert blieb und nicht zu viel riskierte. Dies habe ich umgesetzt, auch wenn sich gegen Ende ein paar Unsicherheiten einschlichen“, so Kyburz.

 

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Zum Abschluss der diesjährigen OL-WM steht morgen die Langdistanz in ähnlichem Gelände wie die heutige Staffel auf dem Programm. Für die Schweiz stehen Simona Aebersold, Elena Roos, Sabine Hauswirth, Daniel Hubmann, Martin Hubmann, Florian Howald und Matthias Kyburz am Start. Um 12:48 erfolgt der Start der ersten Frau und um 14:38 Uhr derjenige des ersten Mannes. Die Live-Übertragung im Web-TV der IOF startet um 15:20 Uhr. Um ca. 17:30 wird eine Entscheidung im Frauenrennen erwartet, um 20 Uhr wird der Sieger bei der Herren bekannt sein.

Weitere Informationen gibt es auch auf der Veranstalter-Website zu finden.



(Fotos: Rémy Steinegger, Text: Annalena Schmid, Videos: Lukas Schubnell / Puresive Films)
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