Am Samstag, dem 28. Juni, ist es so weit: Die diesjährige Junior*innen-WM (JWOC) startet mit der Sprintstaffel im italienischen Levico Terme. Bis zum 4. Juli kämpfen im Trentino über 350 Juniorinnen und Junioren aus 41 Ländern um die Medaillen. 

Levico Terme
Levico Terme: Austragungsort des Sprints


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Kartenausschnitt der Langdistanz


Team quer
Die Schweizer JWOC-Delegation 2025

Sprintstaffel, Sprint, Langdistanz, Ruhetag, Mitteldistanz und Staffel: So sieht das Programm für die Juniorinnen und Junioren aus. Die Austragungsorte der Sprintdistanzen, die typischen italienischen Dörfchen Levico Terme und Cembra, laden zu technisch anspruchsvollen Sprints ein. Die Walddistanzen finden ebenfalls in zwei Gebieten statt. Der Langdistanz-Wald birgt Potenzial für spannende Routenwahlen und technisch anspruchsvolle Posten in Gebieten mit unzähligen Löchern, die auf frühere intensive Minenarbeit zurückzuführen sind. Der Wald für die Mitteldistanz und die Staffel ist weniger detailliert. Unterschiedliche Geländekammern werden Tempowechsel erfordern, die Schlüssel zum Erfolg sein werden.

Starkes Damenteam mit viel Erfahrung

Die Schweiz geht mit einer starken Delegation an den Start. Mit Kati Hotz, Seline Sannwald, Henriette Radzikowski und Coralie Waldner haben die Juniorinnen bereits vier Athletinnen mit JWOC-Erfahrung, wobei Henriette und Seline bereits beide Medaillen gewinnen konnten. Henriette wurde 2023 Juniorinnen-Weltmeisterin in der Mitteldistanz und gewann Silber über die Langdistanz. 2024 erweiterte sie ihre Sammlung mit einer Bronzemedaille im Sprint. Seline lief im Vorjahr zusammen mit ihrem Sprintstaffelteam auf den zweiten Rang. Das Team wird von Leonie Mathis und Rahel Good komplettiert. Für sie ist die Teilnahme an der JWOC zwar eine Premiere, jedoch haben beide bereits Medaillen bei der Jugend-EM gewonnen.

Änderungen im ebenfalls starken Herren-Team

Unglücklicherweise fällt Matthieu Bührer verletzungsbedingt aus. Der 19-jährige CA-Rosé-Läufer ist amtierender Sprint-, Langdistanz und Waldstaffel-Junioren-Weltmeister sowie Vize-Junioren-Weltmeister in der Mitteldistanz. Swiss Orienteering wünscht Matthieu gute Besserung! Neu zum Einsatz kommt der Zürcher Oberländer Leander Wylenmann: «Für mich ist es eine grosse Chance und eine Ehre, so kurzfristig bei der Junioren-WM zum Einsatz zu kommen. Gleichzeitig tut es mir leid, dass Matthieu so kurzfristig ausfällt. Ich wünsche ihm ganz gute Besserung!» Neben Leander sind auch Gratian Böhi, Jonas Vogel und Corsin Müller zum ersten Mal an der Junioren*innen-WM dabei. Für viel Erfahrung im Team sorgen Loïc Berger und David Baumberger, die gemeinsam mit Matthieu amtierende Staffel-Juniorenweltmeister sind. Zu Loïcs Medaillensammlung gehören ausserdem die Silbermedaille in der Sprintstaffel sowie die Bronzemedaille im Sprint der letztjährigen JWOC.  

Ziel: Das Vorgenommene umsetzen können

Auch Cheftrainer Andreas Sølberg freut sich, mit einem starken Team anreisen zu können. Für ihn stehen die Resultate jedoch nicht im Vordergrund. «Das Wichtigste ist, dass die Athletinnen und Athleten ein positives Erlebnis haben und das umsetzen können, was sie sich vorgenommen haben. Uns geht es mehr darum, dass die Athletinnen und Athleten ihre persönlichen Ziele erreichen, als dass wir uns ein konkretes Resultatziel vornehmen», erklärt der Norweger, der seit dieser Saison Cheftrainer der Junior*innen ist.

Swiss Orienteering wünscht gutes Gelingen!

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(Text und Foto: Sina Tommer, Kartenausschnitte: Veranstaltende)