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Judith Wyder


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Julia Gross


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Fabian Hertner


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Daniel Hubmann


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Sven Hellmüller, Lisa Schubnell, Patrick Zbinden
An der Schweizer Meisterschaft im Sprint-OL, die im österreichischen Dornbirn stattfand, holten sich Judith Wyder und Fabian Hertner die Goldmedaille in den Elite-Kategorien. Lisa Schubnell, Sven Hellmüller und Patrick Zbinden heissen die neuen Schweizermeister in den Juniorenkategorien.

Mit einer Zeit von 14 Minuten und 17 Sekunden sicherte sich Judith Wyder die Goldmedaille an der Schweizer Meisterschaft im Sprint-OL (SPM). Bereits im letzten Jahr hatte die 26-Jährige den Titel über diese Distanz gewonnen. Wyder kam in der Stadt Dornbirn, nahe der Schweizer Grenze, am besten zurecht und liess die Konkurrenz hinter sich. «Ich bin total happy», sagte die Bernerin. Dies vor allem, weil ihre Beine nach längerer gesundheitlicher Angeschlagenheit wieder mitmachen würden. Nicht nur mit der Goldmedaille am Sonntag, sondern mit der ganzen Testlauf-Serie der letzten Tage zeigte sich Wyder zufrieden: «Im Hinblick auf die internationalen Wettkämpfe bin ich auf gutem Weg.»

11 Sekunden hinter Wyder platzierte sich Simone Niggli auf dem zweiten Rang. Nach Bronze im letzten Jahr, reichte es für die 23-fache Weltmeisterin nun für Silber. Mit diesem Resultat demonstrierte sie eindrücklich, dass sie auch eineinhalb Jahre nach ihrem Rücktritt vom Spitzensport noch immer mit den Besten mithalten kann.

Bronze gewann bei den Damen-Elite die Richterswilerin Julia Gross. Sie verlor lediglich 14 Sekunden auf die Goldmedaille und zeigte sich mit dem Podestplatz entsprechend zufrieden: «Mir ist kein Fehler bewusst», sagte die 24-Jährige. Der Sprint sei abwechslungsreich und spannend gewesen. Städtische Passagen mit feinen Details wechselten sich ab mit ebenso detaillierten Wohn- und Parkgebieten.

Die Drittplatzierte vom Vortag, Rahel Friederich, erwischte einen falschen Posten und wurde nicht klassierte: «Ich hatte nach dem Überlauf einen Zusammenstoss mit einem anderen Läufer», sagte die Baslerin. Dieses Ereignis habe sie aus dem Konzept geworfen – und sie beging schliesslich diesen Fehler. «Ich hatte mir eine Medaille als Ziel gesetzt», sagte eine enttäuschte Friederich im Ziel.

Hertner problemlos
Der Schweizermeistertitel bei den Herren-Elite ging am Sonntag an Fabian Hertner: «Ich hatte keine Probleme», sagte der Baselbieter nach seinem Triumph. Kaum Routenwahlentscheide, aber viele Posten und daher ebenso viele Feinorientierungen hätten die Bahn durch Dornbirn geprägt, erklärte Hertner. Er berichtete von einem fehlerfreien Lauf.

Acht Sekunden hinter Hertner holte sich Daniel Hubmann die Silbermedaille. «Ich weiss nicht, wo ich schneller hätte sein können», sagte der Thurgauer, der bereits am Vortag am 2. nationalen OL den zweiten Rang belegt hatte. Hubmann, der in den vergangenen Wochen wegen einer Verletzung kaum Lauftrainings absolvieren konnte, zeigte sich zufrieden mit dem Gewinn von Silber.

Matthias Kyburz komplettierte das Podest der Herren-Elite.  Er handelte sich in der Startphase des Wettkampfes etwas Rückstand ein, den er bis ins Ziel nicht mehr wettmachen konnte: «Ich hatte einen soliden Lauf, habe aber zu spät ins Rennen gefunden», so sein Fazit.

Noch knapper als bei den Elite- waren die Rennen der Junioren-Kategorien. Den Titel bei den H20 müssen sich in diesem Jahr Patrick Zbinden und Sven Hellmüller teilen, die sich ex aequo die Goldmedaille sicherten. Dritter wurde der Tessiner Tobia Pezzati.

Auch bei den Juniorinnen standen zwei Läuferinnen auf dem gleichen Treppchen des Podests. Sandrine Müller und Paula Gross teilten sich die Bronzemedaille. Silber ging an Kerstin Ullmann, Gold an Lisa Schubnell. Letztere zeigte sich hocherfreut über den Gewinn des Schweizermeistertitels im Sprint-OL: «Ich hatte nur zu Posten 8 eine kleine Unsicherheit, ansonsten hatte ich einen fehlerfreien Lauf.» Sie sei auf Sicherheit gelaufen, dies habe sich ausbezahlt, so die Läuferin des OLC Winterthur.

Gemeinsames OL-Weekend
Die Schweizer Meisterschaft im Sprint-OL fand im Rahmen des «CHAT-OL»-Wochenendes in Österreich statt. CHAT steht dabei für eine gemeinsame Veranstaltung der Schweiz (CH) und Österreich (AT). Dabei wurden am Sonntag nicht nur die Medaillen an die erfolgreichsten Schweizerinnen und Schweizer vergeben, sondern auch an die erfolgreichsten Österreicherinnen und Österreicher, die ebenfalls ihre Titelkämpfe im Sprint-OL austrugen. Österreicher Landesmeisterin wurde dabei die Baselbieterin Laura Ramstein, die sowohl den Schweizer als auch den Österreichischen Pass besitzt.

Mit der Schweizer Meisterschaft im Sprint-OL wurde am Sonntag eine Testlauf-Serie für die Elite- und Junioren vorerst beendet. Dies nach einem Langdistanzlauf am Donnerstag, einer Mitteldistanz (2. nationaler OL) am Samstag und einem Sprint (SPM) am Sonntag. Das Elitekader reiste unmittelbar nach der SPM in ein Trainingslager nach Schottland. Dies als Vorbereitung für die Weltmeisterschaften, die Anfang August dort stattfinden werden.
(Text und Bilder: Severin Furter)


Rangliste
Damen Elite: 1. Judith Wyder, 14:17; 2. Simone Niggli, 14:28; 3. Julia Gross, 14:31.
Herren Elite: 1. Fabian Hertner, 14:43; 2. Daniel Hubmann, 14:51; Matthias Kyburz, 14:54.
Juniorinnen: 1. Lisa Schubnell, 14:33; 2. Kerstin Ullmann, 14:34; 3. Sandrine Müller und Paula Gross, beide 14:36.
Junioren: 1. Sven Hellmüller und Patrick Zbinden, beide 13:58; 3. Tobia Pezzati, 14:03.

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